Magnesium-Tipps

Magnesium gegen Sodbrennen | Das sollten Sie beachten

Zuletzt aktualisiert am: 07.02.2017 11:40:59
Mann hält sich am Oberkörper die Hände auf der Speiseröhren

Sodbrennen gehört zu den verbreitetsten Beschwerden, die die Magen-Darm-Region betreffen. Das Symptom ist längst nicht nur unangenehm, sondern auch ausgesprochen schmerzhaft und längst nicht immer ungefährlich. Eine Refluxerkrankung kann sporadisch auftreten oder einen chronischen Verlauf nehmen. Die Ursachen sind vielfältig. Auch deshalb gibt es viele verschiedene Therapieansätze, von denen sich einige in Absprache mit dem Arzt auch für die Selbstbehandlung eignen. Das gilt umso mehr, wenn das Sodbrennen sich noch nicht manifestiert hat. Ein Therapieansatz ist die Einnahme von Magnesium gegen Sodbrennen: Als basischer Wirkstoff eingesetzt, kann es die aggressive Wirkung der Magensäure neutralisieren und akute Beschwerden lindern. 

Die Wirkung von Magnesium bei Sodbrennen

Bei Sodbrennen gelangt Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre und kann von dort bis in den Rachen ausstrahlen. Das bittere Aufstoßen der Säure ist schmerzhaft und gesundheitsschädlich. Außerhalb des Magens wirkt die verdauungsfördernde Säure aggressiv und greift die empfindlichen Schleimhäute an. Die Ursachen liegt darin, dass die Spannung des Schließmuskels des Magens zur Speiseröhre niedriger ist, der Abtransport des Mageninhalts gestört ist oder die Speiseröhre den Speisebrei nicht richtig transportieren kann. Auslöser dafür können sein: z.B. fortgeschrittene Schwangerschaft, ungesunder Lebensstil (Ernährung, Rauchen, Stress, Angst), die Einnahme bestimmter Arzneimittel. Als schnelle Hilfe, wie auch für eine dauerhafte Unterstützung kann Magnesium gegen Sodbrennen helfen. Magnesium bindet die Säure und kann damit besonders bei empfindlichen Menschen eine umgehende Verbesserung erwirken.

Liegt gleichzeitig ein Magnesiummangel vor, sorgt das essenzielle Mineral für den nötigen Ausgleich. Vor allem bei stressbedingtem Magensäure-Reflux ist Magnesium gegen Sodbrennen eine sinnvolle Maßnahme, denn es sorgt u.a. für eine Reizüberleitung zwischen Nerven und Muskeln. Die entspannende Wirkung kommt dem ganzen Organismus zugute. Natürlich sollten auch die Ernährungsgewohnheiten kritisch überprüft werden. Säurehaltige Speisen, wie Süßigkeiten, Fast Food und auch Alkohol mindestens vorübergehend zu verbannen, kann helfen, die Ursachen zu entlarven. Eine magnesiumreiche Ernährung unterstützt außerdem:

  • Kürbiskerne (534mg/100g)
  • Leinsamen (350mg/100g)
  • Sonnenblumenkerne (420mg/100g)

+++ Weiterlesen: Magnesiumhaltige Lebensmittel: Wo steckt viel Magnesium drin? +++ 

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Magnesiumhaltige Antazida bei Sodbrennen

Sodbrennen sollte zuallererst vorbeugend durch eine Ernährungsumstellung und den Verzicht auf zuviel fetthaltige, süße, scharf gewürzte oder alkoholische Lebens- bzw. Genussmittel therapiert werden. Wer einen stressreichen, ungesunden Lebensstil pflegt, sollte diesen hinterfragen, um möglichen Auslösern für Sodbrennen zu begegnen. Hilft dies nicht, können Betroffene, die hin und wieder an akuten Beschwerden leiden, nach ärztlicher Absprache ein Antazidum ausprobieren.

Antazida sind freiverkäufliche säurebindende Mittel, die die aufsteigende Magensäure neutralisieren und auf diese Weise akutes Sodbrennen lindern können. Sie bestehen meist aus einer Verbindung basischer Salze von Magnesium, Aluminium und Kalzium. Hinter der Wirksamkeit dieser Mittel steckt ein einfaches chemisches Prinzip: Basen neutralisieren Säuren und machen sie unschädlich. Bereits wenige Minuten nach Einnahme bessern sich die Beschwerden in der Regel. Meist ist Magnesiumhydroxid in den Präparaten enthalten: Der Wirkstoff sorgt für eine langanhaltende Neutralisation der Magensäure und wird vom Körper einfach wieder ausgeschieden.

Magnesium-Antazida werden eine Stunde nach dem Essen eingenommen, da der Körper mit der einsetzenden Verdauung vermehrt Magensäure produziert. Tritt das Sodbrennen etwa infolge von Stress unabhängig von den Mahlzeiten auf, sollte das Antazidum bei den ersten Anzeichen eingenommen werden. Die Wirkung der Medikamente hält etwa drei Stunden an. Wichtig zu wissen: Antazida lindern lediglich die Symptome, bekämpfen aber nicht die Ursachen des Sodbrennens. Dauern die Beschwerden bis zu vier Wochen an, muss ein Arzt aufgesucht werden.

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Risiken einer Behandlung mit Magnesium

„Viel hilft viel“ ist selten ein gesunder Ansatz. Magnesium gegen Sodbrennen kann nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn die Konsumenten sich an die Darreichungsform halten. Die Wirkung von Magnesium gegen Sodbrennen setzt für gewöhnlich schnell ein. Aber auch das ist nur möglich, wenn die übrige Lebensweise angepasst wird. Wer regelmäßig Alkohol trinkt und den Morgen mit Schmerzmitteln beginnt, wird mit Magnesium allein das Problem letztendlich nicht lösen.

Eine Überdosierung von Magnesium gegen Sodbrennen würde im Normalfall dazu führen, dass das überschüssige Mineral ausgeschieden wird. Eine Unterversorgung von Magnesium ist grundsätzlich gesundheitsschädlich und äußert sich auch in Symptomen, wie Unruhe, Konzentrationsstörungen und Muskelzittern bis hin zu Wadenkrämpfen. Sollten sich trotz der Einnahme von Magnesium keine Verbesserungen einstellen, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Er kann durch eine umfassende Untersuchung klären, ob eine Grunderkrankung Ursache für das Sodbrennen ist.

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