Junge Frau ist auf dem Sofa eingeschlafen, da ihr Magnesium fehlt
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Magnesium gegen Müdigkeit: Das sollten Sie darüber wissen

Jessica Kilonzo, Fachärztin
Zuletzt aktualisiert am: 20.02.2020
Dieser Text wurde nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern auf Richtigkeit überprüft.

Ständige Müdigkeit kann den ganzen Alltag durcheinanderbringen. Viele Menschen versuchen, Abgeschlagenheit mit der Einnahme von Magnesium zu behandeln. Ist diese Therapie sinnvoll? Wofür der Organismus Magnesium braucht, wie viel er benötigt und wie es aufgenommen wird, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Sie werden dabei feststellen, dass Müdigkeit nicht nur ein Ausdruck eines Magnesiummangels sein kann, sondern auch im Rahmen einer Überdosierung auftritt.

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Warum Magnesiummangel zu Müdigkeit führen kann

Magnesium hat verschiedene biochemische Funktionen in unserem Körper. Es wirkt auf der Ebene der Zellen an Muskulatur und Nervensystem. Ist der Organismus nicht ausreichend mit Magnesium versorgt, leidet der Energiestoffwechsel darunter. Die Reizweiterleitung der Nerven und die Durchblutung der Muskulatur kann eingeschränkt sein. Müdigkeit und Abgeschlagenheit ordnen betroffene Menschen als fühlbare Symptome ein.

Wissenschaftler sehen ebenfalls einen Zusammenhang zwischen vermehrter Müdigkeit und einem Mangel an Magnesium. Abgeschlagenheit kann aber auch eine unerwünschte Nebenwirkung einer Überdosis Magnesium darstellen.

Wie lässt sich der Magnesiumbedarf decken?

Magnesium gehört zu den Nährstoffen, die der menschliche Organismus nicht selbstständig produzieren kann. Es muss daher über die Nahrung oder Nahrungsergänzungspräparate aufgenommen werden.

Der tägliche Bedarf liegt bei gesunden Erwachsenen bei mindestens 300 mg. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für Frauen einen Wert von 300 mg und für Männer einen Wert von 350 mg an.

Steckt hinter Ihrer Müdigkeit ein Magnesiummangel, können Sie die Tagesdosis in Absprache mit Ihrem Arzt je nach Bedarf für einige Zeit erhöhen. Ein noch höherer Magnesiumbedarf kann entstehen, wenn der Betroffene

  • an Migräne leidet
  • stetig ein hohes Stresslevel hat
  • entwässernde Mittel einnimmt
  • mit der Antibaby-Pille verhütet
  • intensiven Sport betreibt
  • starke Durchfälle hat
  • schwanger ist oder stillt
  • über 50 Jahre alt ist

Haben Sie einen erhöhten Magnesiumbedarf, können Sie diesen durch Nahrungsergänzungsprodukte decken. Magnesiumcitrat kann der Körper am schnellsten aufnehmen. In der Apotheke finden Sie Tabletten, Pulver oder Brausetabletten in verschiedenen Dosierungen. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber zur Magnesium-Einnahme.

Zusätzlich können Sie mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung viel erreichen. Folgende Übersicht zeigt besonders magnesiumhaltige Lebensmittel auf. Der Magnesiumanteil in mg bezieht sich auf 100 Gramm des essbaren Nahrungsmittels:

  • Sonnenblumenkerne (420 mg)
  • Leinsamen (350 mg)
  • Weizenkeime (250 mg)
  • Haferflocken (139 mg)
  • Vollkornnudeln (ohne Ei) (130 mg)
  • Marzipan (120 mg)
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Welche Symptome können bei Magnesiummangel neben Müdigkeit auftreten?

Eine zu geringe Konzentration an Magnesium im Körper kann Müdigkeit und viele weitere Symptome hervorrufen. Gelegentlich treten nur einzelne Anzeichen auf, während einige Betroffene über fast alle typischen Mangelerscheinungen klagen.

Mögliche Symptome eines Magnesiummangels neben Müdigkeit:

  • Konzentrationsmangel
  • Unruhe und Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Migränesymptome
  • Muskelkrämpfe und Zucken der Augenlider
  • Organerkrankungen bei langjährigem Magnesiummangel

Durch eine Untersuchung des Magnesiumspiegels im Blut kann ein Arzt einen möglichen Mangel an diesem Nährstoff bestätigen und zu Magnesium gegen Müdigkeit raten.

Müdigkeit durch zu viel Magnesium?

Bei einer Müdigkeit Magnesium einzunehmen kann unter Umständen kontraproduktiv sein. Es ist möglich, dass durch eine Überdosis an Magnesium Müdigkeit verursacht wird, da es ebenfalls zu den klassischen Symptomen eines Überschusses an diesem Nährstoff zählt. Zu diesen gehören u.a. folgende Anzeichen:

  • weicher Stuhl/Durchfall
  • körperliche Schwäche
  • Herzstolpern
  • Schlaffheit
  • niedriger Blutdruck

Bei anhaltender Müdigkeit ist daher eine Absprache mit dem Arzt erforderlich, bevor Sie die Magnesiumdosis erhöhen. Einem gesunden Menschen ist es allerdings kaum möglich, zuviel Magnesium aufzunehmen, da der Körper alles Überschüssige problemlos ausscheidet. Ist bei Ihnen eine Nierenerkrankung bekannt, besprechen Sie die Substitution von Magnesium bitte vorher mit Ihrem Arzt.

Weiterlesen

Quellen:

  • EFSA (2010). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to magnesium and "hormonal health" (ID 243), reduction of tiredness and fatigue (ID 244) etc. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2010.1807/pdf
  • Elvira Bierbach, Handbuch für die Naturheilpraxis: Methoden und Therapiekonzepte, Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2011
  • Tardy AL, Pouteau E, Marquez D, Yilmaz C, Scholey A. Vitamins and Minerals for Energy, Fatigue and Cognition: A Narrative Review of the Biochemical and Clinical Evidence. Nutrients. 2020 Jan 16;12(1). pii: E228. doi: 10.3390/nu12010228.

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die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.