Symbolbild: Augenzucken bei Magnesiummangel
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Augenzucken (Lidzucken): Hilft Magnesium?

Zuletzt aktualisiert am: 15.09.2017 12:08:40

Das Augenzucken oder Liedzucken zählt zu den kleinen Beschwerden, die immer wieder im Alltag auftreten können, aber nicht unbedingt gefährlich sind. Beunruhigend ist das Symptom dennoch. Bei den meisten Menschen tritt ein Zucken von jeweils einem Ober- oder Unterlid für wenige Sekunden auf und verschwindet spontan wieder. Das Lidzucken ist für den Betroffenen deutlich wahrnehmbar, für Außenstehende eher nicht. Magnesium kann die Reizweiterleitung im Nervensystem entspannen und so das Lidzucken lindern. Ärzte unterscheiden die häufige harmlose Variante des Phänomens von der seltenen Möglichkeit, dass eine Erkrankung die Ursache ist.

Woher das Lidzucken kommen kann

Das wiederholte Zucken eines Augenlids kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Dabei liegen häufig Erfahrungswerte zugrunde. Handfeste medizinische Studien sind zu diesem Thema schwer zu finden. Das Symptom kann in Zusammenhang mit folgenden Situationen auftreten, wobei der Mechanismus stets eine Überanstrengung der Muskulatur oder einer Überreizung der versorgenden Nerven beinhaltet:

  • Körperlicher und seelischer Stress
  • Magnesiummangel
  • Zu wenig Schlaf
  • Zu viel Koffein
  • Lange Arbeit am Computer
  • Eine Erkältung
  • Unangenehme Zugluft
  • Überanstrengung der Augen aufgrund nicht diagnostizierter Fehlsichtigkeit
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Wie das lästige Augenzucken wieder verschwindet

Tritt das Lidzucken nur gelegentlich auf und legt sich nach wenigen Sekunden wieder, besteht zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Die Beschwerden vergehen wahrscheinlich von alleine oder treten so selten auf, dass sie den Betroffenen nicht weiter beeinträchtigen. Ein Besuch beim Augenarzt ist erst notwendig, wenn beide Augenlider eines Auges von den Zuckungen betroffen sind und die Symptome nicht von alleine aufhören. Wer gerne etwas tun möchte, um seine Augenlider zu beruhigen, hat verschiedene Möglichkeiten:

  • Entspannungsübungen (zum Beispiel autogenes Training oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsson)
  • Einnahme von Vitaminen der Gruppe B zur allgemeinen Entspannung der Nerven
  • Einnahme eines Magnesiumpräparates, um einem eventuellen Magnesiummangel entgegenzuwirken
  • Therapie eines trockenen Auges
  • Behandlung von möglichen Entzündungen an Auge oder Lidrand
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Magnesiummangel als Ursache für Lidzucken

Ein Mangel an dem Elektrolyt Magnesium kann sich durch gelegentliches Lidzucken äußern. Erhält der Körper regelmäßig zu wenig Magnesium, funktioniert die Weiterleitung von Reizen in den Nervenzellen nicht mehr ausreichend. Die Nerven können leicht zu stark erregt werden und es kommt zum Beispiel zu einem zuckenden Augenlid. Wer sich über lange Zeit einseitig ernährt oder durch Dauerstress einen erhöhten Verbrauch an Mineralstoffen hat, ist besonders gefährdet, einen Magnesiummangel zu erleiden. Auch schwangere Frauen, Sportler sowie Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, Diabetes, Zöliakie und Alkoholkrankheit leiden häufiger unter einem Mangel an Magnesium als andere Menschen.

[Mehr zum Thema: So hoch ist der Tagesbedarf an Magnesium]

Magnesium in der Ernährung

Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob ein Magnesiummangel die Ursache für Ihr Augenzucken sein kann. Der menschliche Organismus muss Magnesium stets durch die Nahrung aufnehmen. Er kann das Mineral nicht selbst herstellen. Ein gesunder Erwachsener mit normaler körperlicher Belastung benötigt täglich circa 300 bis 400 Milligramm Magnesium. Nahrungsergänzungsmittel sind nur ein Schritt in die richtige Richtung. Ihr behandelnder Arzt wird Sie bei Bedarf zu den verfügbaren Präparaten beraten. Noch wichtiger ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die Sie regelmäßig mit ausreichend Magnesium versorgt. Der Darm kann allerdings nur circa 30 Prozent des Magnesiums aus der Nahrung aufnehmen und verwerten. Sie müssen also deutlich mehr als den Tagesbedarf einplanen, um Ihren Körper optimal zu versorgen. Zu viel Magnesium scheidet ein gesunder Mensch einfach wieder aus. Im Extremfall entsteht so ein weicher Stuhl oder Durchfall.

Lebensmittel, die von Natur aus reich an Magnesium sind

  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Haferflocken
  • Bohnen
  • Grünes Blattgemüse
  • Sonnenblumenkerne
  • Kakao
  • Vollkornbrot
  • Soja

[Mehr zum Thema: Magnesiumhaltige Lebensmittel: Wieviel Magnesium steckt in unserem Essen?]

Wenn das Lid keine Ruhe mehr findet

Entwickelt sich das Lidzucken zu einer dauerhaften gesundheitlichen Störung, ist der Augenarzt oder der Neurologe gefragt. Ein Lidkrampf, von Medizinern als Blepharospasmus bezeichnet, ist sehr unangenehm bis schmerzhaft. Das gesamte Auge ist hier krampfhaft geschlossen. Die Betroffenen können die Lider nicht mehr selbstständig öffnen. Der Augenarzt klärt zunächst ab, ob eine Fehlsichtigkeit, trockene Augen oder eine Entzündung vorliegt. Alle drei Erkrankungen können die empfindliche Muskulatur der Augenlider überanstrengen und so zu Krämpfen führen. Kann der Augenspezialist keine Ursache für den Lidkrampf finden, ist der Neurologe die nächste Station. Denn neben den bereits erwähnten harmlosen Ursachen kann in seltenen Fällen auch eine neurologische Erkrankung wie die Multiple Sklerose oder ein Gehirntumor hinter den Beschwerden stecken.

Extremsituation Lidkrampf

Ein Blepharospasmus kann in seiner idiopathischen oder essentiellen Form auftreten, was bedeutet, dass für den Arzt keine direkte Ursache erkennbar ist. Eventuell liegt der Fehler bei der Weiterleitung von Nervenreizen im Gehirn. Typischerweise tritt die Erkrankung an beiden Augen parallel auf und beginnt zunächst mit starkem Blinzeln. Müdigkeit, helles Licht und Stress gelten als auslösende Faktoren. Die Beschwerden nehmen immer weiter zu und beeinträchtigen den Patienten deutlich in seiner Lebensqualität. Alltägliche Dinge wie selbstständig Autofahren sind eventuell nicht mehr möglich. Schläft der Betroffene, kann sich die überreizte Muskulatur der Augen entspannen und die Symptome legen sich. Morgens entwickeln sie sich erneut. Der sogenannte reflektorische Lidkrampf dahingegen kann auf eine Verletzung des Auges folgen. Es handelt sich hier um einen Schutzreflex des Körpers.

Wie der Blepharospasmus behandelt werden kann

Leidet der Patient unter stark ausgeprägten Lidkrämpfen, ist Abwarten keine realistische Option. Aktuell setzen Mediziner zur Behandlung der Augenkrämpfe Medikamente wie Clonazepam (Beruhigungsmittel) sowie örtliche Injektionen von Botulinumtoxin ein. In extremen Fällen wird die Muskulatur der erkrankten Augenlider chirurgisch durchtrennt.

Quellen

  • Gert-Ulf Brillinger, Komplementäre Augenheilkunde: ein Handbuch für die Praxis, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2006
  • Franz Grehn, Augenheilkunde, Springer Verlag, Heidelberg 2011
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