belegtes Brot mit Wurst und Käse
Mineralstofflexikon

Natrium: Wirkung und Bedeutung des Mineralstoffs

Zuletzt aktualisiert am: 23.06.2017 10:14:25

Natrium ist neben Kalium und Chlorid eines der wichtigsten Elektrolyte im Körper. Es kommt in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) in nahezu allen Lebensmitteln vor. Natrium befindet sich, im Gegensatz zu Kalium, überwiegend außerhalb der Zellen. Natrium ist ein schönes Beispiel dafür, wie ein Element in einer Verbindung seine Eigenschaften ändert. Als Metall ist es wachsweich, silbrig glänzend und extrem reaktionsfreudig. Legt man es in Wasser, fängt es an zu brennen und kann explodieren. Im Körper liegt es harmlos in Form seiner Salze vor.

Welche Aufgaben hat Natrium im Körper?

Natrium besitzt ein hohes Wasserbindungsvermögen und spielt deshalb eine wichtige Rolle bei der Regulation des Wasserhaushalts. Außerdem ist Natrium an der Regulation des Säure-Basen-Haushaltes und des Blutdrucks beteiligt.

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Welche Mengen Natrium werden vom Körper benötigt?

Für die 1- bis unter 4-Jährigen beträgt der Schätzwert 400 mg/Tag und steigt auf 1.400 mg/Tag für die 13- bis unter 15-Jährigen an. Ab 15 Jahren sowie bei Erwachsenen, Schwangeren und Stillenden beträgt der Schätzwert für eine angemessene Zufuhr 1.500 mg/Tag.

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Wie verbreitet ist ein Natriummangel?

Ein Mangelzustand an Natrium existiert quasi nicht. Für Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren beträgt die mittlere Natriumzufuhr über die Ernährung etwa 3.310 mg/Tag. Für gleichaltrige Männer liegt die mittlere Natriumzufuhr bei ca. 3.940 mg/Tag, so Studien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Wie kommt es zu einem Mangelzustand?

Lediglich bei massiven Mineralstoffverlusten wie bei starken Durchfällen oder der Einnahme von Entwässerungsmitteln sind Defizite denkbar. Die Kochsalzzufuhr in Deutschland liegt über dem Orientierungswert von 6 g/Tag. Welche Symptome und Risiken birgt ein Mangelzustand

  • Verwirrtheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • erniedrigter Blutdruck (Hypotonie)
  • Herzrhythmusstörungen (Tachykardie)
  • Krämpfe

Wichtig: Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern kann heftiges Erbrechen oder Durchfall zu massiven Elektrolytverlusten führen, von dem besonders Natrium, aber auch Kalium betroffen ist.

In welchen Lebensmitteln ist Natrium enthalten?

Hauptquelle für Natrium und Chlorid (Kochsalz) in der Ernährung sind verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Wurstwaren, Käse, Fischkonserven, Fertigsoßen, Würzmittel und Fertiggerichte.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Mineralstoffen ist mehr eine Über- als eine Unterversorgung das Problem. Zu viel Natrium in Kombination mit Chlorid kann zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie zu Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) führen.

Tipp: Wenn Speisesalz verwendet wird, sollte mit Jod und Fluorid angereichertes Speisesalz bevorzugt werden.

Quellen:

  • Bundesinstitut für Risikobewertung: Domke A, Großklaus R, Niemann B, Przyrembel H, Richter K, Schmidt E, Weißenborn A, Wörner B, Ziegenhagen R (Hrsg.) Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte, Teil 2, BfR-Hausdruckerei Dahlem, 2004
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 5. Auflage. In: DGE/ÖGE/SGE/SVE. Umschau- Braus-Verlag, Frankfurt/Main (2013)
  • Food and Nutrition Board, Institute of Medicine: Sodium and Chloride. Dietary Reference Intakes for Water, Potassium, Sodium, Chloride, and Sulfate. National Academies Press; Washington, D.C, 269-423 2005
  • Grunewald RW: Wasser und Mengenelemente. 4.2 Natrium. In: Ernährungsmedizin, Prävention und Therapie. Schauder P, Ollenschläger G (Hrsg.). 2. Auflage. Urban & Fischer Verlag, München 2003
  • Luft FC, Weber M, Mann J: Kochsalzkonsum und arterielle Hypertonie. Dt Ärzteblatt; 89: B898-B903 1992
  • Schorr-Neufing U: Ursachen der Salzsensitivität - Stand der Forschung. Ernährungs-Umschau; 47: 109-111. 2000
  • Sheng HW: Sodium, chloride and potassium. In: Stipanuk M, ed. Biochemical and Physiological Aspects of Human Nutrition. Philadelphia: WB Saunders Company, 686-710. 2000
  • Souci SW, Fachmann W, Kraut H: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwert-Tabellen. 7. Auflage. medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 2008
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Ihr Matthias Bastigkeit, Fachdozent für Pharmakologie / Medizinjournalist