Symbolbild: Kaffee und Magnesium
Magnesium und Magnesiummangel

Entzieht Kaffee dem Körper Magnesium?

Zuletzt aktualisiert am: 21.02.2018 14:49:27

Den wissenschaftlich bestätigten positiven Seiten des Kaffeegenusses stehen Bedenken gegenüber, die vor allem mögliche Wechselwirkungen des Koffeins mit anderen Substanzen betreffen. So wird häufig vorgebracht, dass ein hoher täglicher Kaffeegenuss die Aufnahme wichtiger Mineralstoffe im Dünndarm behindern kann. Sind diese Befürchtungen berechtigt und hat ein hoher Kaffeekonsum Auswirkungen auf unseren Mineralstoffhaushalt? Wir erklären Ihnen die Wirkungen, die Koffein und Magnesium auf den Körper haben und wie sich diese gegenseitig beeinflussen können.

Kaffee und seine Wirkung auf den Körper

Dass Kaffee belebend wirkt und der Konzentration förderlich ist, gilt als erwiesen und ist neben der geschmacklichen Komponente einer der Hauptgründe für den weit verbreiteten Konsum des beliebten Heißgetränks aus gerösteten braunen Bohnen. Allerdings: Seit Kaffee zum Volksgetränk geworden ist, gibt es auch Bedenken bezüglich möglicher gesundheitsgefährdender Wirkungen des Muntermachers.

Wurde ursprünglich vor Blässe, allgemeiner Schwächung und einem schädigenden Einfluss auf die Nerven gewarnt, trat in den letzten Jahrzehnten die Meinung in den Vordergrund, dass ein hoher Kaffeekonsum den Körper entwässert und zu Herz- und Kreislaufproblemen führen kann. Die gute Nachricht: Diese Befürchtungen wurden mittlerweile von Ernährungswissenschaftlern ins Reich der Mythen verwiesen.

Im Gegensatz zu früheren Vermutungen über die Folgen des Kaffeekonsums zeigen neuere Untersuchungen, dass mäßige Kaffeetrinker keine gesundheitlichen Konsequenzen zu befürchten haben. Im Gegenteil: Sie scheinen zumindest einige gesundheitliche Vorteile gegenüber Personen aufzuweisen, die keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen.

So besitzt Kaffee unter anderem eine gute antioxidative Wirkung – das bedeutet, er ist in der Lage, die zelltoxische Wirkung freier Sauerstoffradikale im Körper zu reduzieren. Die leicht schmerzlindernde Wirkung von Koffein ist ebenfalls seit längerem bekannt. Es wird deshalb als unterstützender Zusatzstoff in manchen Schmerzmitteln verwendet.

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Magnesium und Kaffee – verträgt sich das?

Magnesium spielt bekanntlich eine wichtige Rolle bei der Aktivierung von Enzymen, die wiederum an der Steuerung wichtiger Körperfunktionen beteiligt sind. Während sich der Großteil des im menschlichen Körper vorhandenen Magnesiums in den Knochen befindet und bei Bedarf aus diesen gelöst werden kann, ist das in den Zellen gebundene oder im Blutplasma zirkulierende Magnesium an vielen lebenswichtigen Prozessen beteiligt. Dazu zählt etwa die Umwandlung von Kohlenhydraten und Fetten in Energie, ohne die unsere Körperzellen ihre Funktionen nicht erfüllen könnten. Ohne ausreichende Magnesiumversorgung können Muskeln und Nervenzellen nicht richtig funktionieren.

Wechselwirkungen von Kaffee und Magnesium

Damit Mineralstoffe wie Magnesium wirksam werden können, müssen sie aktiv in das Innere der Zelle und auch wieder aus dieser hinaus transportiert werden. Das funktioniert mittels komplexer Transportvorgänge durch die Zellmembran, die oft mit dem Transport anderer Stoffe gekoppelt sind oder von diesen beeinflusst werden. Die Anwesenheit eines bestimmten Stoffes kann somit die Aufnahmen eines anderen behindern und umgekehrt.

Solche Wechselwirkungen sind zwar für Koffein und Magnesium nicht eindeutig belegt, es gibt aber einige Hinweise darauf, dass Koffein eine hemmende Wirkung auf die Magnesiumaufnahme im Dünndarm haben könnte. Ein konkreter Verdacht auf Magnesiummangel sollte daher ärztlich abgeklärt werden. Die Supplementierung mit Magnesiumpräparaten kann hier gegebenenfalls Abhilfe schaffen, sollte aber keinesfalls Ersatz für eine ausgewogene Ernährung darstellen.

Mit Sicherheit existiert eine gegenseitige Aufnahmehemmung für den Mineralstoff Kalzium: Die Aufnahme von Magnesium wird durch eine hohe Verfügbarkeit von Kalzium-Ionen eingeschränkt. Kalzium wiederum findet sich in hoher Menge unter anderem in Milchprodukten – und nicht wenige von uns genießen ihren Kaffee gerne mit Milch.

Es gibt schließlich auch eine direkte Wirkung von Koffein, die eine ausreichende Magnesiumversorgung behindern kann: Koffein wirkt auf die Funktion der Nieren und verstärkt dadurch unter anderem die Ausscheidung von Magnesium. Ein sehr hoher Kaffeekonsum kann somit zu einer unzureichenden Versorgung mit Magnesium führen. Damit stellt sich folgende Frage.

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Wie viel Kaffee ist (noch) gesund?

Vorweg: Der Konsum von einigen Tassen Kaffee am Tag dürfte bei ausgewogener Ernährung und ausreichender Versorgung mit Magnesium kein Problem darstellen. Wichtig ist jedoch, nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des konsumierten Kaffees zu beachten. Kaffeetrinker, die unter Magenproblemen wie Sodbrennen leiden, führen diese manchmal auf die Wirkung des Koffeins zurück. Häufig ist jedoch die Art der Röstung der Kaffeebohnen ausschlaggebend dafür, ob das Getränk subjektiv gut vertragen wird oder nicht.

Als kritische Grenze gilt ein Konsum von mehr als fünf Tassen Kaffee pro Tag. Das klingt viel, ist aber besonders in stressreichen Zeiten eine Menge, die durchaus überschritten werden kann. Wer eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen wie Magnesium über einen längeren Zeitraum nicht alleine durch seine Ernährung sicherstellen kann, sollte daher nach ärztlicher Abklärung eine zeitlich begrenzte Einnahme von Mineralstoffpräparaten in Betracht ziehen.

Quellen

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die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.