Magnesium phosphoricum: Schüßler-Salz Nr. 7
Magnesium phosphoricum: Schüßler-Salz Nr. 7
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Magnesium phosphoricum: Schüßler Salz Nr. 7

Zuletzt aktualisiert am: 13.08.2018
Dieser Text wurde nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern auf Richtigkeit überprüft.

Magnesiumphosphat, lateinisch Magnesium phosphoricum, ist das Magnesiumsalz der Phosphorsäure. Es wird nicht wie die anderen Magnesiumsalze im Miligrammbereich dosiert, sondern im Bereich von Tausendstel Milligramm. Das Salz gehört zum Bereich der sogenannten Biochemie und/oder Homöopathie. In der Schüßler-Lehre wird es als Salz Nr. 7 bezeichnet. 

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Magnesium phosphoricum D6 - was ist das?

Die Biochemie geht ursprünglich auf die Erkenntnisse von Prof. Rudolf Virchow aus dem 19. Jahrhundert zurück.  Seine Entdeckung ist die Zellularpathologie, die besagt, dass Krankheiten auf Störungen der Körperzellen basieren. 

Der Oldenburger Arzt und Homöopath Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelte auf dieser Basis seine eigene Theorie, die er als „Biochemie“ bezeichnet und die aus 12 Mineralsalzen besteht. Diese sind extrem stark verdünnt, im Sinne der Homöopathie potenziert. Eine D1 Potenz bedeutet, dass das ursprüngliche Salz 1 zu 10 verdünnt wurde. Bei einer D 2 wird wiederum eine D1 1 : 10 verdünnt.

Bei einer D 6 ist Magnesium im Bereich eines Tausendstel Milligramms enthalten. Damit soll man Mangelzustände ausgleichen können? Nach naturwissenschaftlichen Gesetzen ist das nicht möglich. Die Biochemie sieht das anders und argumentiert, dass nicht nur verabreichte Mengen bedeutsam sind, sondern die Zielgenauigkeit, mit der Mineralien in die Zellen gelangen.

Magnesium Phosphoricum wird als „Salz Nr. 7“ bezeichnet. Es bringt Magnesiumionen an die richtigen Stellen im Körper. Dafür muss natürlich genügend Magnesium angeboten werden. Das Salz kann also eine Substitutionstherapie ergänzen.

Laut Schüßler-Theorie gelingt dies, weil in den homöopathischen Wirkstoffen zwar keine kompletten Magnesiummoleküle mehr vorhanden sind, wohl aber die Molekülstruktur hinterlegt ist.

Signatur des Magnesium-phosphoricum-Typs

Da die Therapie mit Schüßler-Salzen den Prinzipien der Homöopathie folgt, gibt es darin auch eine Signaturenlehre. So werden diese Mittel nicht rein „symptomatisch“ eingesetzt, sondern sollen vor allem Menschen helfen, deren physiognomische Signatur ihnen entspricht.

Ein Magnesium-phosphoricum-Typ neigt zu Muskelhartspann und reagiert leicht mit Nervosität und Angespanntheit. Er kann durch einen müden, erschöpften Blick auffallen. Im Gesicht fällt die „Magnesiumröte“ auf: Münzgroße, rosafarbene Flecke links und rechts der Nasenflügel, die ebenso schnell wieder verschwinden wie sie auftreten können.

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Schüßler-Salze können den Magnesiumgehalt des Körpers nicht erhöhen

Wer an Magnesiummangel leidet, sollte diesen über eine ausgewogene magnesiumreiche Ernährung oder die Einnahme von Magnesiumpräparaten ausgleichen. Die biochemische Idee von Dr. Schüßler beruht auf dem Gedanken, dass Beschwerden wie Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Eingeweidekrämpfe und Nervosität, typische Symptome bei Magnesiummangel, durch eine falsche Verteilung von Magnesium im Körper hervorgerufen würden.

In Schüßler-Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum D6, ist bei einer Verdünnung von 1:1.000.000 kein einziges Molekül Magnesiumphosphat mehr übrig. Nach der homöopathischen Theorie ist aber die sogenannte Kristallgitterstruktur darin erhalten geblieben. Dadurch würden die Muskelzellen dazu angeregt, sich in anderen Geweben gespeichertes Magnesium zunutze zu machen.

Das Salz ist „das Schmerzmittel“ der Biochemischen Serie. Außerdem wird es bei Krämpfen und Nervenerkrankungen eingesetzt.

In der Schüßler-Therapie ist Magnesium phosphoricum D6 das Mittel der Wahl zur Behandlung von

  • Muskelkrämpfen,
  • Bauchschmerzen,
  • Koliken und Periodenkrämpfen,
  • Migräne und Kopfschmerzen,
  • Asthma und Krampfhusten,
  • Nervosität, Aufregung, Lampenfieber und Prüfungsangst.

Als Salbe kann es bei Hautjucken und Lidzucken helfen, und in verspannte Schulter- und Nackenpartien einmassiert werden.

Magnesium in der Homöopathie

Auch abseits der Schüßler-Salze ist homöopathisches Magnesium erhältlich. Magnesium carbonicum, Magnesium muriaticum (Magnesiumchlorid), Magnesium aceticum und auch Magnesium phosphoricum gibt es als homöopathische Globuli zu kaufen.

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