Frau geht es besser, nachdem sie Magnesium zur Verdauung eingenommen hat
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Magnesium für die Verdauung: Hilft der Mineralstoff bei Verstopfung?

Zuletzt aktualisiert am: 30.08.2018
Dieser Text wurde nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern auf Richtigkeit überprüft.

Unser Verdauungssystem ist extrem komplex: Schon kleinere Irritationen können dazu führen, dass der Darm seinen Aufgaben nicht wie gewohnt nachkommen kann. Vor allem falsche Ernährung und Stress sind Faktoren, die sich negativ auf die Verdauung auswirken können. Von leichtem Unwohlsein über Bauchschmerzen und Krämpfe bis zu einer nachhaltig geschwächten Immunabwehr reicht die Bandbreite der möglichen Beeinträchtigungen. Sensibel reagiert unsere Darmtätigkeit aber auch auf zu wenig Bewegung und auf Mineralstoffmängel, zum Beispiel bei einem Defizit an Magnesium. Wie Magnesium die Verdauung unterstützen kann, verrät Ihnen der Expertenbeitrag.

Warum Magnesium die Verdauung fördern kann
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Warum Magnesium die Verdauung fördern kann

Grundsätzlich ist Magnesium neben seinen vielfältigen Funktionen im menschlichen Körper auch für das effiziente Arbeiten der Darmmuskulatur notwendig. Es ist unentbehrlich für den Energiestoffwechsel der Zellen, ohne den unsere Muskeln nicht arbeiten könnten. Magnesium fördert indirekt auch die Beweglichkeit des Darms (Peristaltik) durch seine Wirkung auf die Kontraktions- und Relaxationsfähigkeit der Darmmuskulatur:

Der Mineralstoff wirkt als natürlicher Gegenspieler des Kalziums stabilisierend und erregungsdämpfend auf Nervenzellen, die Impulse an den Muskel übertragen. Während Kalzium für die Anspannung der Muskeln verantwortlich ist, sorgt Magnesium dafür, dass die Muskelzellen sich rasch entspannen, wenn keine Anspannung mehr erforderlich ist.

Ein Magnesiummangel beeinflusst daher nicht nur die Funktion des Herzens und des Nervensystems negativ, sondern auch viele Vorgänge im Verdauungsapparat. Steht dem Körper dauerhaft zu wenig Magnesium zur Verfügung, kann dies neben anderen gesundheitlichen Folgen auch die Funktion der Verdauung stören.

Eine Verstopfung kann aus vielfältigen Gründen auftreten: Als Folge unbekömmlicher Ernährung, aus Bewegungsmangel, bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr, bei einigen Erkrankungen, aber auch im Anschluss an die längerfristige Einnahme von Abführmitteln. Wer regelmäßig abführt, nimmt dem Darm die Möglichkeit, Wasser und wichtige Nährstoffe über die Schleimhäute aufzunehmen.

Die natürliche Darmfunktion leidet, Mineralstoffmangel ist die Folge, der seinerseits wieder eine Verstopfung auslösen kann. Um diesen Teufelskreis zu vermeiden, sollte nie über einen längeren Zeitraum zu Abführmitteln gegriffen werden. Eine schonende Alternative kann die Einnahme eines Magnesiumpräparates sein. Hier macht man sich eine eigentlich unerwünschte Nebenwirkung des Magnesiums, die Erweichung des Stuhls durch Bindung von Wasser, zunutze.

Magnesium zum Abführen einsetzen

Bei Verstopfung: Lässt sich Magnesium auch zum Abführen einsetzen?

Als Ursache für die „Volkserkrankung” Verstopfung sollte immer auch ein Magnesiummangel in Betracht gezogen werden. Die gesundheitlich bedenkliche langfristige Einnahme von Abführmitteln kann dann vermieden werden. Das ist vor allem in der Schwangerschaft von Vorteil, wo nebenwirkungsarmen nebenwirkungsarme Wirkstoffe wichtig sind.

Wer mit zusätzlichem Magnesium einer Verstopfung und einem bestehenden Mineralstoffmangel entgegenwirkt, kann für einen ersten gesunden Ausgleich sorgen. Die entkrampfende Wirkung von Magnesium zeigt sich auch, wenn die Verstopfung Folge einer Stressbelastung ist. Die Wirkung von Magnesium bei Verstopfung ist leichter zu beobachten, wenn die Einnahme über einen genau definierten Zeitraum erfolgt und das Ergebnis dokumentiert wird.

Handelt es sich um eine akute Verstopfung, kann es helfen, eine hochdosierte Magnesiumtablette in Wasser aufzulösen und als Getränk zu sich zu nehmen. Die Flüssigkeits- und Magnesiumzufuhr gleicht den Magnesiumhaushalt aus und erleichtert die Darmtätigkeit. Wird dies über einige Tage wiederholt, zeigt sich gewöhnlich die stuhlerweichende und abführende Wirkung des Magnesium. Dauert die Darmträgheit länger an, ist eine mehrwöchige Einnahme anzuraten. Dabei sollten jedoch gleichzeitig viele Ballaststoffe zugeführt werden, damit die Verdauung sich normalisiert. Dosierungen über 800 mg täglich sollten jedenfalls vorab ärztlich abgeklärt werden.

Im klinischen Bereich werden Magnesiumpräparate schon lange zur Verdauungsförderung, insbesondere zur Stuhlerweichung bei Verstopfung eingesetzt. Bis jetzt liegen jedoch nur sehr wenige valide Studienergebnisse zu diesem Thema vor.

Welches Magnesium bei Verstopfung?
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Welches Magnesium bei Verstopfung einnehmen?

Soll durch die Einnahme von Magnesium eine abführende Wirkung erzielt werden, muss vor allem eine ausreichend hohe Dosis gewählt werden. Allein durch ein den Verzehr von magnesiumreichen Lebensmitteln ist diese nicht zu erreichen. Es bietet sich daher die Einnahme in Form eines Nahrungsergänzungsmittels an.

Die Präparate unterschiedlicher Hersteller unterscheiden sich grundsätzlich nicht in ihrer Wirkung, sondern lediglich in der Zusammensetzung der Zusatzstoffe. Diese bestimmen, wie schnell der Wirkstoff Magnesium vom Körper aufgenommen werden kann. Bei akuter Verstopfung ist es deshalb sinnvoll, einen möglichst schnell wirksame Magnesiumverbindung auszuwählen, etwa Magnesiumcitrat.

Magnesiumpräparate sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, etwa als:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Direktpulver ohne Wasser
  • Brausetabletten
  • Kautabletten
  • Lutschtabletten
  • Dragees

Risiken bei der Einnahme von Magnesium zum Abführen

Bei gesunden Erwachsenen braucht man keine gesundheitlichen Risiken zu befürchten, wenn man die maximale Tagesdosis von 800 mg Magnesium nicht überschreitet.

Man sollte aber beachten, dass bei langfristiger hochdosierter Einnahme nach dem Absetzen des Präparates erneut Verstopfungen auftreten können. Außerdem gehen durch regelmäßiges Abführen wichtige Nährstoffe verloren, weil diese nicht vom Darm aufgenommen werden können. Der resultierende Mineralstoffmangel kann wiederum zu Darmträgheit führen.

Auch das nebenwirkungsarme Magnesium sollte daher nur über einen kurzen Zeitraum zum Abführen verwendet werden. Bestehen Verstopfung oder andere Darmprobleme über einen längeren Zeitraum, sollten diese immer ärztlich abgeklärt werden.

Vorsicht geboten ist auch bei Nierenerkrankungen: Überschüssiges Magnesium kann dann unter Umständen nicht vollständig ausgeschieden werden, was schwere Nebenwirkungen zur Folge haben kann. Nierenkranke sollten Nahrungsergänzungsmittel daher immer nur nach ärztlicher Abklärung zu sich nehmen.

Wieviel Magnesium bei Verstopfung?

Wieviel Magnesium sollte man bei Verstopfung einnehmen?

Wie viel Magnesium zum Abführen benötigt wird, ist individuell unterschiedlich. Es ist sinnvoll, zunächst die Ursache der Verstopfung festzustellen, wenn dies möglich ist: 

  • Liegt Bewegungsmangel vor? Gerade bei sitzender Tätigkeit ohne ausreichende sportliche Betätigung ist Verstopfung eine häufige Folge.
  • Ist die Ernährung ballaststoffreich genug? Ballaststoffreiche Ernährung fördert die Verdauung, ballaststoffarme führt dagegen häufig zu Verdauungsproblemen.
  • Besteht ein Magnesiummangel oder ein Mangel an anderen wichtigen Nährstoffen? Bei nachgewiesenen Magnesiummangel müssen die Magnesiumspeicher des Körpers erst wieder aufgefüllt werden, bevor eine normale Verdauungstätigkeit einsetzt.

Der durchschnittliche Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen liegt bei etwa 350 mg Magnesium, die empfohlene tägliche Maximaldosis bei 800 mg. Eine Einnahme über einige Tage bis Wochen stellt für Gesunde gewöhnlich kein Problem dar.

Ohne ärztliche Abklärung sollte diese Dosis jedoch nicht überschritten werden. Auch nicht, wenn Magnesium nur kurzfristig gegen eine Verstopfung eingesetzt wird. Die längerfristige Einnahme hoher Dosierungen sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Ursachen für Magnesiummangel

Wie kommt es zu einem Magnesiummangel und wie äußert er sich?

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff. Unser Organismus kann Magnesium nicht selbst bilden, sondern ist darauf angewiesen, dass es über die Nahrung oder in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zugeführt wird. Ein Mangel an dem wichtigen Nährstoff kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Bei einer ausgewogenen, nährstoffreichen Ernährung und ohne an Krankheiten zu leiden, die einen Magnesiummangel verursachen können, ist das Risiko für eine Unterversorgung aber an sich gering. Ein Mangel an dem wichtigen Mineralstoff ist in Deutschland dennoch nicht selten – dafür sind hauptsächlich moderne Ernährungsgewohnheiten, einseitige Diäten und Stress verantwortlich. 

Wird zu wenig Magnesium zugeführt oder zu viel verbraucht, kommt es zu Mangelerscheinungen. Die Symptome eines Magnesiummangels werden nicht immer richtig gedeutet, weil sie zumindest anfangs recht unspezifisch sein können. Häufig genannt werden: 

Ein Magnesiummangel kann sich aber auch auf die Verdauung auswirken und Beschwerden wie Magen-Darm-Krämpfe und Verstopfung auslösen.

Spätestens, wenn solche unspezifischen Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen, sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Sollte eine ausreichende Aufnahme über die Nahrung nicht möglich sein, kann durch Einnahme eines Magnesiumpräparates der Mangel ausgeglichen werden.

Eine Überversorgung mit Magnesium kommt im Gegensatz zum Mangel kaum vor, so dass auch bei Magnesiumsupplementierung kaum mit negativen Begleiterscheinungen zu rechnen ist. Hier ist es wichtig, auf die Tagesbedarfsempfehlungen zu achten, wenn man Magnesium zur Förderung der Verdauung einsetzen möchte. 

Doch selbst erhebliche Überdosierungen würden für Gesunde kaum Konsequenzen haben, da überschüssiges Magnesium über die Niere ausgeschieden wird. Vorsicht geboten ist lediglich für Personen, die unter einer Nierenfunktionsstörung leiden. Sie sollten ohne vorhergehende ärztliche Beratung keine Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Wie hoch ist der Magnesiumbedarf?

Wie hoch ist der Magnesiumbedarf grundsätzlich?

Der tatsächliche Bedarf an Magnesium kann je nach Alter, Geschlecht und individuellem Gesundheitszustand beträchtlich variieren. Schwangere, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen und Sportler haben generell einen etwas höheren Bedarf, und auch bei lange anhaltendem Stress wird verstärkt Magnesium verbraucht und muss daher ersetzt werden. Zur Vorbeugung von Darmträgheit und Verstopfung sollte also der individuell empfohlene Tagesbedarf zugeführt werden, am besten über eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

Quellen:

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