Arzt misst den Blutdruck eines Patienten, der aufgrund von Magnesiummangel erhöht ist
Anwendungsgebiete

Bluthochdruck: Kann Magnesium den Blutdruck senken?

Zuletzt aktualisiert am: 18.07.2018 14:33:53

Fast jeder vierte Deutsche ist von Bluthochdruck (Hypotonie) betroffen, oft ohne es zu merken. Manchmal dauert es jahrelang, bis sich Symptome zeigen. Forscher haben herausgefunden, dass neben genetischen Ursachen oder Risikofaktoren wie Stress, Übergewicht und Bewegungsmangel auch ein Mangel an Magnesium den Blutdruck negativ beeinflussen kann. In diesem Fall kann eine zusätzliche Gabe von Magnesium sinnvoll sein.

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Kann Magnesium den Blutdruck senken?

Beobachtungsstudien sprechen für eine Wirkung von Magnesium zur Blutdrucksenkung. Die Theorie ist einfach: Magnesium entspannt die Gefäßmuskelzellen und senkt das Stresshormon Adrenalin, welches den Blutdruck in die Höhe treibt. Bei schwangeren Frauen konnte in einer Studie ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Magnesium gezeigt werden: Unter mehrwöchiger Substitution von täglich 300 Milligramm trat eine signifikant geringere Zahl an Fällen von Bluthochdruck in der Schwangerschaft auf.

Magnesium und Blutdruck stehen also durchaus in einem Zusammenhang. Der Mineralstoff ist im Körper dafür verantwortlich, mehr als 300 biochemische Reaktionen zu unterstützen.

Der Mineralstoff...

  • stärkt die Knochen,
  • ist wichtig für die Nervenzellen,
  • sorgt für einen gleichmäßigen Herzschlag,
  • erhält die Muskelfunktion und
  • wirkt entspannend auf die Muskulatur der Arterienwand und auf die Blutgefäße.

Für ein ausreichendes Ruhepotential von Muskel- und Nervenzellen sorgt Magnesium. Der Mineralstoff bewirkt also, dass sich die Muskelzellen der Gefäße entspannen. So kann der Blutdruck sinken, da sich die Gefäße weiter stellen. Der zweite wichtige Wirkmechanismus ist das Absenken des Adrenalispiegels: Die Erregung nimmt ab, alle Mechanismen des Körpers können auf "Normalfunktion" laufen, der Blutdruck darf sich wieder normalisieren. Bei Patienten mit Bluthochdruck ist Magnesium häufig nicht in ausreichender Konzentration im Blut und in den Zellen des Körpers vorhanden. Eine gute Versorgung mit Magnesium kann den Blutdruck regulieren und nach unten korrigieren. 

Magnesiummangel kann Bluthochdruck begünstigen

Patienten mit Bluthochdruck zeigen oft jahrzehntelang keine Symptome. Oder diese werden nicht erkannt, weil sie relativ unspezifisch sind. Auftreten können zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen,
  • Nervosität und Schlafstörungen,
  • Herzrhythmusstörungen wie Herzstolpern und Herzklopfen oder
  • Atemlosigkeit.

Einige Mediziner vertreten die Ansicht, dass Magnesium gegen Bluthochdruck helfen kann, wenn ein Mangelzustand besteht. So weist zum Beispiel die gemeinnützige Gesellschaft für Biofaktoren e.V. darauf hin, dass ein Magnesiummangel das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen erhöhe. Auch ein erhöhter Blutdruck könne die Folge sein. 

Wird eine Erkrankung mit Bluthochdruck nicht behandelt, kann das weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit haben, weil Herz, Nieren, Augen oder das Gehirn geschädigt werden können. Das Risiko, an einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder an einem Nierenversagen zu sterben, steigt rapide an.

Ein Magnesiummangel sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da für einen gesunden Blutdruck Magnesium ein wichtiger Begleiter ist. Deswegen gilt immer: Magnesium und Bluthochdruck stehen in einem Zusammenhang, worauf bei einer ärztlichen Untersuchung ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte.

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Einnahme von Magnesium bei Bluthochdruck

Magnesium ist ein Mineralstoff, dessen Verbrauch massiv von unseren persönlichen Lebensumständen beeinflusst wird. Besonders viel Magnesium verbrauchen beispielsweise Menschen, die

Kommen zu solchen Lebensumständen Probleme mit dem Blutdruck, ist es sinnvoll, beim Arzt den Magnesiumwert des Blutes bestimmen zu lassen. Denn auf Bluthochdruck kann Magnesium lindernd wirken, wenn ein Mangel des Minerals vorliegt. Der menschliche Körper kann immer nur Bruchteile dessen an Magnesium speichern, was ihm den Tag über über unsere Nahrung angeboten wird.

Ein Mangel ist daher keine Seltenheit, aber auch kein Grund zur Besorgnis. Ein solcher kann mit geeigneten Magnesiumpräparaten ausgeglichen werden. Magnesium sollte bei Bluthochdruck jedoch nicht einfach auf Verdacht eingenommen werden, sondern erst nach der Abklärung durch einen Arzt.

Eine möglichst magnesiumreiche Ernährung unterstützt eine optimale Magnesiumversorgung, daher sollten folgende Lebensmittel ruhig häufiger auf dem Teller landen:

  • Kürbiskerne (534 mg/100g) oder Sonnenblumenkerne (420 mg/100g),
  • Kakao (415 mg/100g),
  • Leinsamen (350 mg/100g),
  • Weizenkeime (253mg/100g),
  • Sojabohnen (220mg/100g) oder Kichererbsen (155 mg/100g)
  • Hirse (170mg/100g) oder Naturreis (157mg/100g).

Da der Blutdruck auf Magnesium gerade bei Mangelzuständen oftmals sehr schnell und sehr positiv reagiert, ist ein magnesiumreicher Ernährungsplan auf jeden Fall empfehlenswert.

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