Symbolbild: Magnesium bei Schlafstörungen
Symbolbild: Magnesium bei Schlafstörungen
Anwendungsgebiete

Magnesium bei Schlafstörungen – Das sollten Sie beachten

Zuletzt aktualisiert am: 19.09.2018
Dieser Text wurde nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern auf Richtigkeit überprüft.

Kann die gezielte Einnahme von Magnesium bei Schlafstörungen eine Alternative darstellen? Die Tatsache, dass Magnesium Wirkungen auf für den Schlaf bedeutende Neurotransmitter zeigt und eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Stress spielt, lässt eine schlafregulierende Wirkung zumindest wahrscheinlich erscheinen. Ob diese Annahme berechtigt ist, erklärt dieser Artikel.

Was versteht man unter Schlafstörungen?
Anzeige

Was versteht man unter Schlafstörungen?

Unter dem Begriff Schlafstörungen werden in der Medizin über einen längeren Zeitraum bestehende Abweichungen vom physiologischen Verlauf des Schlafes zusammengefasst. Man unterscheidet dabei Beeinträchtigungen des Schlafes beziehungsweise der Schlafqualität, die keine erkennbare Ursache haben (primäre Schlafstörungen), von solchen, denen eine Erkrankung zugrunde liegt (sekundäre Schlafstörungen). Erstere werden weiter unterteilt in

  • Dyssomnien: Ein- und Durchschlafstörungen sowie übermäßige Schläfrigkeit, und
  • Parasomnien: schlafbegleitende Störungen wie Schlafwandeln und Albträume

Sekundäre Schlafstörungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Sie sind häufig Folge psychischer Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen. Auch viele organische Erkrankungen können den normalen Schlafrhythmus beeinträchtigen. Schließlich kommen auch Medikamente, Alkohol, Drogenmissbrauch und übermäßiger Kaffeegenuss als Verursacher von Schlafstörungen in Frage.

Zeitweise Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, Tagesmüdigkeit und geringere Belastbarkeit während des Tages als Folge von Schlafmangel sind den meisten Menschen nicht unbekannt. Obwohl es sich dabei um eine subjektiv empfundene mangelnde Qualität des Schlafes handelt, lassen sich diese Störungen objektiv beobachten und quantifizieren, etwa durch Messungen im Schlaflabor.

Nicht immer muss sich eine kurzzeitige Beeinträchtigung der Fähigkeit, ein- oder durchzuschlafen, negativ auf den Alltag auswirken. Manchmal handelt es sich um vorübergehende – hauptsächlich stressbedingte – Phasen eines gestörten Schlafrhythmus, der sich von selbst normalisiert, sobald die auslösenden Faktoren wegfallen. Viele Menschen wachen auch nachts regelmäßig auf, schlafen aber gleich wieder ein und empfinden diesen Umstand nicht als problematisch.

Behandlungsbedürftig wird die Schlafstörung, sobald Sie diese als störend empfinden. Spätestens, sobald der beeinträchtigte Schlaf Auswirkungen auf Konzentrationsvermögen und Leistungsfähigkeit am Tag zeigt, sollten die Ursachen ermittelt und mit geeigneten Maßnahmen eingegriffen werden.

Unbehandelte Schlafstörungen, die über einen längeren Zeitraum andauern, können erhebliche gesundheitliche Konsequenzen zur Folge haben. Die Einnahme von schlaffördernden Medikamenten sollte in der Behandlung von Schlafstörungen aber immer erst der letzte Schritt sein und niemals ohne ärztliche Überwachung erfolgen, da viele der gängigen Schlafmittel ein großes Suchtpotential besitzen. Sie eignen sich deshalb auch nicht für eine dauerhafte Einnahme. Menschen, die unter Schlafproblemen leiden, suchen deshalb häufig nach nebenwirkungsarmen Alternativen.

Kann die gezielte Einnahme von Magnesiumpräparaten zur Schlafförderung eine solche Alternative darstellen? Die Tatsache, dass Magnesium Wirkungen auf für den Schlaf bedeutende Neurotransmitter wie Serotonin und GABA zeigt und über seine Interaktion mit Cortisol eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Stress spielt, lässt eine schlafregulierende Wirkung zumindest wahrscheinlich erscheinen. Ob diese Annahme berechtigt ist, erörtern wir im folgenden Kapitel.

Schlafstörungen und Magnesium – wie hängt das zusammen?

Schlafstörungen und Magnesium – wie hängt das zusammen?

Welchen Einfluss hat Magnesium auf die Qualität des Schlafes? Die Substitution von Magnesium wird bei Schlafmangel tatsächlich häufig empfohlen. Das liegt daran, dass der Mineralstoff unter anderem eine wichtige Funktion für die Erregbarkeit von Nervenzellen besitzt. Im Zusammenspiel mit anderen funktionell wichtigen Stoffen übt Magnesium eine stabilisierende Wirkung auf Zellmembranen und damit eine entspannende Wirkung auf Muskeln aus. Diese Wirkung ist eine von mehreren Grundvoraussetzungen für einen erholsamen Schlaf.

Zur Wirkung von Magnesium auf die Schlafqualität gibt es einige medizinische Studien. Untersucht wurden dabei hauptsächlich ältere Probanden. In dieser Personengruppe kommen Schlafstörungen wesentlich häufiger vor als bei jüngeren Personen, beinahe 50% leiden darunter. Die Ergebnisse der vorhandenen Studien liefern gute Belege dafür, dass Magnesium über seine vielfältigen Funktionen für verschiedene Neurotransmitter unseres Nervensystems eine Schlüsselrolle bei der Regulation des Schlafes spielt. Probanden, die mit Magnesium versorgt wurden, schliefen besser.

Eine gezielte Magnesiumsubstitution führte außerdem bei älteren Patienten, die unter Magnesiummangel und Schlafproblemen litten, zu einer Verbesserung ihrer Gesamtsituation. Welchen Einfluss die Zufuhr von Magnesium bei diesen Patienten auf die Schlafqualität hat, und wie es gezielt zur Verbesserung der Situation von Patienten, die neben anderen gesundheitlichen Problemen auch unter Ein- und Durchschlafstörungen leiden, beitragen könnte, muss aber noch in weiteren Studien abgeklärt werden.

Es ist außerdem bekannt, dass Personen, bei denen ein Magnesiummangel festgestellt wurde, deutlich häufiger unter Ein- und Durchschlafstörungen leiden als vergleichbare Personengruppen ohne Magnesiumdefizit. Charakteristisch sind hier vor allem Tagesmüdigkeit und rasche Erschöpfbarkeit sowie häufiges Aufwachen während der Nacht.

Der Versuch, mithilfe einer kontrollierten Magnesiumeinnahme Schlaf und Ruhebefinden zu verbessern, scheint also keineswegs abwegig. Dennoch sollten die Ursachen einer bestehenden Schlafstörung vollständig abgeklärt werden, bevor ein Selbstversuch mit Magnesium in Angriff genommen wird.

Liegen keine anderen Ursachen für die Schlafstörung vor, könnte die Einnahme von Magnesium helfen. In solch einem Fall ist es sinnvoll, zunächst einen Blick auf die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu werfen sowie auf eventuell vorhandene weitere Symptome aufmerksam zu werden: Unruhe, Nervosität und Gereiztheit treten beispielsweise häufig als Folge eines Magnesiumdefizits auf und sind typische Verursacher für Einschlafprobleme und eine verminderte Schlafqualität.

Ist die Schlafstörung Folge eines ernährungsbedingten Magnesiummangels, bietet sich eine Umstellung der Nahrungsgewohnheiten als erste Maßnahme an. Das muss nicht auf radikale Art und Weise geschehen: Meist reicht es schon, einige häufig zugeführte, aber weniger wertvolle Lebensmittel wie Fertiggerichte oder Schokoriegel durch Nahrungsmittel zu ersetzen, die reich an Magnesium sind – etwa Nüsse, Haferflocken, Vollkornprodukte oder Reis.

Vor und Nachteile der Einnahme von Magnesium bei Schlafstörungen
Anzeige

Vor und Nachteile der Einnahme von Magnesium bei Schlafstörungen

Kann auch mit ausgewogener, magnesiumreicher Ernährung nicht ausreichend Magnesium zugeführt werden, sollte die notwendige Versorgung mit dem Mineralstoff über ein Magnesiumpräparat aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt abgedeckt werden. Das ist zum Beispiel bei Krankheit, in Zeiten außergewöhnlicher Belastungen oder in Stresssituationen der Fall. Wichtig ist dabei weniger die Art des Präparates als die ausreichende Menge: Die aktuelle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) liegt je nach Lebensalter und Geschlecht bei einer täglichen Aufnahme von 300 bis 400 mg.

Wer von einem Magnesiummangel betroffen ist, sollte weiters überprüfen, ob nicht auch noch andere Mineralstoffmängel vorliegen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist leider nicht gering, besonders, wenn es sich um ernährungsbedingte Mangelzustände handelt. Ein Magnesiummangel ist häufig mit einem Mangel an Kalzium und Zink verbunden. Auch die Funktion einiger Vitamine, zum Beispiel Vitamin C und Vitamin D, ist von einem ausreichenden Magnesiumangebot abhängig.

Es ist also durchaus sinnvoll, nicht nur bestehende Schlafstörungen durch eine zusätzliche Magnesiumzufuhr zu therapieren, sondern bei dieser Gelegenheit gleich eine sinnvolle Ernährungsanpassung durchzuführen. Weitere gesundheitliche Probleme, die durch Nährstoffmangel bedingt sind, lassen sich damit für die Zukunft weitgehend ausschließen. Eine Überversorgung ist eher unwahrscheinlich und für Gesunde auch kein Grund zur Sorge. Überschüssiges Magnesium wird über die Nieren einfach ausgeschieden. Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten Magnesiumpräparate allerdings nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen.

Tipps und Tricks für ein gesundes Leben mit Magnesium

Tipps für ein gesundes Leben mit Magnesium

Mit Magnesium Schlafstörungen zu behandeln, kann zum Anlass genommen werden, einen ersten Schritt in ein gesünderes Leben mit einem erholsamen Schlaf zu unternehmen. Da eine ausreichende Versorgung mit Magnesium nicht nur die Schlafqualität verbessern kann, sondern auch insgesamt für mehr Ruhe im Leben sorgt, finden viele Betroffene so eher Kraft, sich mit ihrer Ernährung und Lebensweise zu befassen.

Das Meiden von Abführmitteln und die Zubereitung von frischen Lebensmitteln können ebenfalls helfen, mehr Qualität in den Alltag zu bringen. In Zeiten erhöhten Bedarfs sollte Magnesium zusätzlich zugeführt werden, um eine ausreichende Versorgung und damit eine gute Schlafqualität sicherzustellen.

Weiterlesen

Service

Fünf schnelle Magnesiumtipps für den Alltag
Die Magnesium-Checkliste für den Kühlschrank.
Jetzt downloaden
Bestimmen Sie hier Ihren persönlichen Tagesbedarf an Magnesium.
Mehr erfahren
Machen Sie den Magnesium-Test!
Wie macht sich ein Defizit im Körper bemerkbar?
Mehr erfahren
Symptome bei Magnesiummangel

Individuelle Magnesiumversorgung aus der Apotheke.

Mehr erfahren
Mein Magnesium: Nahrungsergänzung von Biolectra
Anzeige
Inhalt
Liebe Leser,
die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.