Magnesium-Tipps

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft - Entspannung durch Magnesium

Zuletzt aktualisiert am: 10.10.2016 10:54:40
Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft - Entspannung durch Magnesium

Viele werdende Mütter haben in der Schwangerschaft mit Wadenkrämpfen zu kämpfen. Besonders im zweiten Drittel der Schwangerschaft werden schwangere Frauen zuweilen unsanft aus dem Schlaf gerissen, weil sich die Muskulatur einer Wade schmerzhaft verkrampft. Oft ist die Ursache ein harmloser Magnesiummangel, der durch einen erhöhten Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft entsteht. Ihr Frauenarzt ist der erste Ansprechpartner bei neu auftretenden Beschwerden.

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft und ihre Ursachen

Treten Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft auf, haben sie meist eine nachvollziehbare Ursache. Möglich sind hier:

Wichtige Differenzialdiagnosen, die der Frauenarzt unbedingt ausschließen sollte, sind eine Entzündung der Beinvene und eine Beinvenenthrombose. Besonders im Fall einer Thrombose ist eine rasche Behandlung angezeigt, um die Gesundheit und das Leben von Mutter und Kind nicht zu gefährden. In der Schwangerschaft liegt das Risiko an einer Thrombose zu erkranken circa fünfmal höher als außerhalb dieser Zeit.

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Therapie schwangerschaftsbedingter Wadenkrämpfe mit Magnesium

Die Cochrane Collaboration hat in den vergangenen Jahren verschiedene Studien zum Thema Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft ausgewertet, bei denen das Elektrolyt Magnesium im Fokus stand. Die Anzahl der Probanden der einzelnen Studien ist allerdings noch so gering, dass bis jetzt keine allgemeingültige Aussage zu einer Therapie mit Magnesium erlangt werden konnte. Ein gewisser Nutzen ist der Behandlung mit Magnesium aber nicht abzusprechen und so wird Magnesium von vielen Ärzten eingesetzt, um Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft zu therapieren.

Wenn Sie eine Behandlung mit Magnesium ausprobieren möchte, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Tablettenformen, Granulat und Pulver zum Auflösen. Magnesium lässt sich auch gut in Ihren Ernährungsplan zu integrieren. Alles Wissenswerte über eine magnesiumreiche Ernährung finden Sie hier. Nebenwirkungen sind lediglich in der Form von weichem Stuhlgang zu erwarten, was in der Schwangerschaft eher als Vorteil zu werten ist.

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Studien zu verschiedenen Therapieformen der Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft

Eine Arbeit von Medizinern aus dem West China Second University Hospital in Sichuan aus dem Jahr 2015 wertet verschiedene Behandlungsansätze der schwangerschaftsbedingten Wadenkrämpfe aus. Betrachtet wurde die Nahrungsergänzung mit Magnesium, Kalzium, Vitamin B oder Vitamin C. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass bis jetzt keine zufriedenstellende Aussage zu diesem Thema gemacht werden kann. Sie empfehlen, größer angelegte Studien durchzuführen, die untereinander vergleichbar sind. Zusätzlich sind Daten zu nicht-medikamentösen Behandlungsansätzen notwendig, wie zum Beispiel Dehnungsübungen, Massage, Entspannungstherapie und Wärmetherapie.

Erste Hilfe bei einem Wadenkrampf in der Schwangerschaft

Auch wenn es bei heftigen Schmerzen schwerfällt – bleiben Sie zunächst ruhig, wenn ein Wadenkrampf auftritt. Besonders in einer fortgeschrittenen Schwangerschaftswoche ist die Verletzungsgefahr hoch, wenn Sie hektisch aufspringen und das betroffene Bein belasten. Setzen Sie sich auf und drücken Sie die Fußsohle des krampfenden Beines gegen den Bettrand oder gegen die Wand. Ziehen Sie die Zehen in Richtung Ihres Schienbeines und strecken Sie das Bein durch. Massieren Sie anschließend die Wade oder bitten Sie Ihren Partner um Hilfe, wenn Ihnen der Babybauch im Weg ist.

Vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel:

  • eine ausreichende Trinkmenge
  • regelmäßige sportliche Betätigung wie Yoga, Schwimmen oder Spazierengehen
  • Beine hochlegen
  • Wechselduschen
  • Massagen

Hat Ihr Frauenarzt bestätigt, dass bei Ihnen gesundheitlich alles in Ordnung ist, machen Sie sich keine Sorgen wegen eines Wadenkrampfes. Nimmt die Symptomatik aber unerwartet zu oder fühlen sich die Schmerzen plötzlich ganz anders an als zuvor, fragen Sie Ihren Arzt bitte erneut um Rat. Denken Sie daran, eine eventuelle Magnesiumtherapie rechtzeitig vor der Geburt abzusetzen, da Magnesium hemmend auf Wehen wirkt.

Quellen:

  • Norbert Enders, Enders Handbuch Homöopathie: Gesundheit für Sie und Ihre Familie, Georg Thieme Verlag, 2007
  • Cochrane Review: Garrison SR, Allan GM, Sekhon RK, Musini VM, Khan KM, Magnesium for muscle cramps, 12. September 2012
  • Interventions for leg cramps in pregnancy. Zhou, Kunyan; West, Helen M; Zhang, Jing; Xu, Liangzhi; Li, Wenjuan (2015). The Cochrane database of systematic reviews, vol. 8 p. CD010655
  • http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_news_652_1_1107.html

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