Magnesium-Tipps

Wadenkrämpfe in der Nacht: Hilft Magnesium?

Zuletzt aktualisiert am: 10.10.2016 10:52:05
Wadenkrämpfe in der Nacht: Hilft Magnesium?

Wenn Wadenkrämpfe nachts den Schlaf rauben – hilft Magnesium?

Viele Menschen verschiedenen Alters schrecken nachts plötzlich aus dem Schlaf hoch, weil sie ein schmerzhafter Wadenkrampf geweckt hat. Schwangere Frauen und ältere Menschen sind besonders häufig von Wadenkrämpfen in der Nacht betroffen. Ist keine direkte Ursache wie eine neuromuskuläre Erkrankung oder auch ein Diabetes mellitus für dieses unangenehme Phänomen verantwortlich, wird es schwierig mit einer schlüssigen Erklärung. Es existieren bislang nur wenige medizinische Studien, die sich diesem Thema gewidmet haben.

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Auslöser von nächtlichen Wadenkrämpfen

Auch wenn die genaue Ursache der Wadenkrämpfe oft ein Rätsel bleibt, kennt die Medizin verschiedene mögliche Auslöser. Dazu zählen:

Ältere Menschen sind häufiger betroffen, weil ihre Muskelmasse mit den Jahren schwindet und sie zusätzlich ein erhöhtes Risiko haben, nicht genügend Flüssigkeit und Elektrolyte zu sich zu nehmen. Auch schwangere Frauen leiden eher an Magnesiummangel: Der Körper kämpft in der Schwangerschaft mit einer Umverteilung des Flüssigkeitsvolumens und hormonellen Einflüssen.

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Magnesium als Therapieoption bei nächtlichen Wadenkrämpfen

Ein häufig von Medizinern propagiertes Mittel, um Wadenkrämpfen vorzubeugen, ist das Elektrolyt Magnesium. Magnesium ist in Tabletten-, Granulat- oder Pulverform im Handel erhältlich und kann zur Nahrungsergänzung konzentriert eingenommen werden. Die gemeinnützige Cochrane Collaboration, die sich für unabhängige Patienteninformation einsetzt, hat in einer Untersuchung verschiedene medizinische Studien ausgewertet, die sich mit der Effizienz der Therapie mit Magnesium beschäftigen.

Vier Studien untersuchten insgesamt 322 Probanden, bestehend aus älteren Erwachsenen ohne neuromuskuläre Grunderkrankung. Die Ergebnisse legen nahe, dass außerhalb einer Schwangerschaft keine signifikante Besserung von nächtlichen Wadenkrämpfen durch die Einnahme von Magnesium zu erwarten ist. Studien mit schwangeren Probanden ergaben unterschiedliche Ergebnisse. Einmal war eine Wirksamkeit der Magnesiumtherapie zu erkennen, andere Male nicht. Generell wird die Behandlung gut vertragen und unerwünschte Nebenwirkungen sind, bis auf weichen Stuhlgang, nicht zu erwarten.

Die relativ eingeschränkte Datenlage der untersuchten Studien reduziert leider die Qualität der Studienergebnisse. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich, um eine sichere Aussage bezüglich der Wirkung von Magnesium auf Muskelkrämpfe zu erhalten. Momentan bleibt Betroffenen daher nur die Möglichkeit, eine Behandlung mit Magnesium auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen.

Homöopathisches Magnesium als Alternative

Wer sich für alternative Behandlungsmethoden interessiert, findet in der Homöopathie das Schüßler-Salz Magnesium phosphoricum. In der Potenz D4 wird dreimal täglich eine Gabe empfohlen oder eine Gabe direkt vor dem Schlafengehen, wenn die Symptomatik nicht sehr ausgeprägt ist.

Dank abendlicher Gymnastik ruhig durch die Nacht

Eine wirksame Methode zur Vorbeugung von nächtlichen Wadenkrämpfen sind spezielle Gymnastik- und Stretching-Übungen, die die Muskulatur der Waden und der hinteren Oberschenkel dehnt.

Tipp: Vor dem Zubettgehen in Schrittstellung das jeweils hintere Bein etwa drei Minuten durchstrecken. Die Schwere der Krämpfe lässt so im Idealfall signifikant nach und ihre Häufigkeit nimmt ab.

In Kombination mit einem ausgeglichenen Wasser- und Elektrolythaushalt stehen die Chancen für ruhige Nächte gut. Legen Sie sich probeweise im Bett ein Kissen unter die Knie und vermeiden Sie es möglichst, mit gestreckten Zehen in der Spitzfußstellung zu schlafen. Auch ein warmes Bad kann helfen, die Waden zu entspannen.

Erste Hilfe bei Wadenkrämpfen

Wachen Sie nachts plötzlich mit starken krampfartigen Schmerzen in der Wade auf, reagieren Sie am besten schnell. Legen Sie sich auf den Rücken, fassen Sie den betroffenen Fuß an den Zehen und ziehen Sie diese Richtung Schienbein, während Sie gleichzeitig versuchen, das Bein zu strecken. Mit diesem Manöver dehnen Sie die Wadenmuskulatur und lösen den Krampf. Alternativ können Sie sich dazu auch auf den Boden setzen. Im Stehen dehnen Sie die Muskulatur der Wade in dem Sie mit beiden Fußsohlen auf dem Boden verbleiben und sich nach vorne lehnen. Stützen Sie sich dabei an einer Wand oder einem Stuhl ab.

Quellen

  • Norbert Enders, Enders Handbuch Homöopathie: Gesundheit für Sie und Ihre Familie, Georg Thieme Verlag, 2007
  • Young. Leg cramps. BMJ clinical evidence, vol. 2015
  • Garrison SR, Allan GM, Sekhon RK, Musini VM, Khan KM. Magnesium for skeletal muscle cramps. Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 9. Art. No.: CD009402. DOI: 10.1002/14651858.CD009402.pub2
  • http://www.welt.de/gesundheit/article123913224/Wenn-Kraempfe-nachts-die-Wade-plagen.html

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