Magnesium-Tipps

Magnesium in der Schwangerschaft – warum und wie viel?

Zuletzt aktualisiert am: 06.09.2016 11:43:50
Magnesium in der Schwangerschaft – warum und wie viel?

Das Wachstum des Kindes während der Schwangerschaft führt bei der werdenden Mutter zu einem erhöhten Magnesiumbedarf. Viele Ärzte raten ihren schwangeren Patientinnen daher frühzeitig zur Einnahme von Magnesiumpräparaten. Doch was bewirkt das Magnesium in der Schwangerschaft und weshalb ist der Mineralstoff ausgerechnet in dieser Zeit so wichtig?

Warum sollte in der Schwangerschaft Magnesium zugeführt werden?

Eine ausreichende Zufuhr von Magnesium ist bei Schwangerschaft deshalb so wichtig, weil das rasante Wachstum des Babys und der Plazenta den Magnesiumbedarf besonders in den letzten Monaten stark ansteigen lässt. Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft lagert das Kind in seinen Knochen und im Körpergewebe täglich bis zu sieben Milligramm Magnesium ein. Zudem steigt aufgrund hormoneller Veränderungen die Ausscheidung von Magnesium über den Urin der Schwangeren an. Gleicht diese den Magnesiumverlust nicht aus, können innerhalb kurzer Zeit Mangelerscheinungen auftreten, die sich unter anderem an folgenden Symptomen erkennen lassen:

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Wie viel Magnesium in der Schwangerschaft?

Um die genannten Schwangerschaftskomplikationen zu vermeiden, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zu mindestens 375 mg Magnesium täglich. Dies scheint in Hinblick auf das Vorhandensein des Nährstoffs in zahlreichen Lebensmitteln zunächst nicht übermäßig viel zu sein. In der Praxis ist es jedoch nicht ganz einfach, die Versorgung mit Magnesium bei Schwangerschaft sicherzustellen.

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Welches Magnesium in der Schwangerschaft?

375 Milligramm des Mineralstoffs stecken beispielsweise in einem halben kleinen Vollkornbrot. Auch ein knappes Kilo Bananen würde ausreichend Magnesium für die Schwangerschaft enthalten. Diese Menge könnte jedoch niemand Tag für Tag zu sich nehmen. Bei der Frage, welche Art der Magnesium-Substitution in der Schwangerschaft am besten ist, rangieren daher Magnesium-Präparate ganz weit oben. Diese helfen dabei, den täglichen Magnesiumbedarf zu decken, Mangelerscheinungen zu vermeiden und schon bestehende Beschwerden zu mildern. Wichtig ist, bei der Produktauswahl nicht alleine auf den reinen Magnesiumgehalt zu achten. Wenn man in der Schwangerschaft ein Nahrungsergänzungsmittel zuführen möchte, sollte man darauf achten, dass dieses besonders reich an organischen Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumoratat ist. Dieses Magnesium für die Schwangerschaft kann der Körper leichter verwerten. Zudem ist die Einnahme mehrerer kleiner Mengen besser, als die gesamte Tagesdosis auf einmal zu verzehren.

  Generell gilt:

Bevor in der Schwangerschaft Magnesium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen wird, sollten Schwangere ihren Gynäkologen konsultieren. Bei der Einnahme von Magnesium in der Schwangerschaft sind besondere Dosierungen zu beachten.

Medikamente führen zu schlechten Magnesiumwerten

Medikamente wie die Antibabypille führen zu einer gesteigerten Ausscheidung des Mineralelements über die Nieren. Daher ist nach einer langjährigen Pilleneinnahme der Magnesiumwert bereits zu Beginn der Schwangerschaft verhältnismäßig niedrig. Auch aus Alltagsstress kann ein erhöhter Magnesiumbedarf resultieren, der häufig nicht entsprechend ausgeglichen wird. Die Schwangerschaftshormone tragen ebenfalls zu einer vermehrten Ausscheidung von Magnesium bei. Aus diesem Grund ist eine zuverlässige Abdeckung des gesteigerten Tagesbedarfs allein durch die Nahrung oft nicht gewährleistet. Deshalb empfehlen viele Frauenärzte spätestens ab der 16. Schwangerschaftswoche eine vorsorgliche Einnahme von Magnesium. Die Entscheidung, welche Dosis und welches Präparat sich für die jeweilige Frau eignen, sollte dem Arzt überlassen werden.

Mit Magnesium in der Schwangerschaft Verstopfung bekämpfen

Viele werdende Mütter leiden während der Schwangerschaft an Verstopfung. Hält diese länger an, kann sie nach einiger Zeit Hämorrhoiden verursachen. Unter anderem kommt Magnesiummangel als Ursache dafür infrage. Magnesium bindet im Darm viel Wasser und lockert vorhandene Darminhalte auf. Daher bietet es sich an, Magnesium in der Schwangerschaft bei Verstopfung vermehrt zuzuführen.

Magnesium bei vorzeitigen Wehen

Insbesondere krampfartige Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur sind in der Schwangerschaft gefährlich, da sie vorzeitige Wehen auslösen können. Ärzte verordnen daher hochdosiertes Magnesium in der Schwangerschaft, welches eine drohende Fehl- oder Frühgeburt verhindern soll. Wenn zu den anderen bei Magnesiummangel auftretenden Symptomen zusätzlich der Bauch hart wird, ist auch dies ein Grund, ein Magnesiumpräparat zur Nahrungsergänzung zuzuführen. Besonders für Frauen, die bereits zuvor eine Fehlgeburt erlitten haben, sollten die Möglichkeit der Magnesiumeinnahme mit ihrem betreuenden Frauenarzt besprechen.

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die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.