Magnesium-Tipps

Magnesium bei Pflanzen | Das sollten Sie beachten

Zuletzt aktualisiert am: 31.03.2016 14:58:42
Magnesium bei Pflanzen | Das sollten Sie beachten

Magnesium ist auch für Pflanzen ein essenzieller Nährstoff. Dem Magnesium kommt dabei eine ähnlich zentrale Stellung zu wie für den Menschen das Eisen: Im Blutfarbstoff Häm, der dem Hämoglobin seinen Namen gibt, ist Eisen das zentrale Atom. Im Chlorophyll, das für die Pflanze überlebensnotwendig ist und das ähnlich wie das Häm aufgebaut ist, befindet sich stattdessen Magnesium an zentraler Stelle. Daher wirkt sich ein Magnesiummangel bei Pflanzen besonders stark auf die Fotosynthese aus, die den Pflanzen das Überleben sichert. Überversorgungen sind dagegen weitaus seltener.

Magnesium in Pflanzen

Pflanzen nehmen Magnesium über die Wurzeln auf. Etwa sechs Prozent des vorhandenen Magnesiums in Pflanzen werden im Chlorophyll gebunden. Kommt es zu einer Mangelsituation, wird Magnesium von den älteren Blättern zu den jüngeren Blättern transportiert, also umverteilt. Innerhalb der Pflanze sorgt Magnesium für die Stabilität von Zellmembranen, ist ein wichtiger Bestandteil des Nukleinsäuremechanismus und ein Kofaktor für zahlreiche Enzyme. Überschüssiges Magnesium in den Pflanzen wird in bläschenartigen Zellorganellen (Vakuolen) gespeichert.

Besonders hohe Magnesiumgehalte finden sich in Seetang, Weizenkeimen, Weizen- oder Haferflocken, Hirse, weißen Bohnen (Soja etc.), Kernen und Nüssen (Kürbiskernen, Mandeln, Erdnüsse). Mangold und Spinat weisen einen höheren Magnesiumgehalt auf als Kartoffeln, Erbsen oder grüne Bohnen.

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Magnesiummangel bei Pflanzen

Fehlendes Magnesium zeigt sich in einer Abnahme der Fotosynthese und einer darauf folgenden Gelbfärbung des Blattes, wobei die Blattadern zunächst grün bleiben (Chlorose). Bei manchen Pflanzenarten zeigen sich rötliche Flecken. Es kann nicht ausreichend Chlorophyll gebildet werden, wenn das zentrale Magnesium-Ion fehlt. Dabei beginnt die Gelbfärbung bei den älteren Blättern und greift langsam auch auf die jüngeren Blätter über. Bleibt der Magnesiummangel bestehen, kommt es zu einer frühen Alterung der Pflanze: Blätter werden abgeworfen, die Früchte bleiben kleiner und werden holzig.

Besonders häufig kommt ein Magnesiummangel bei Pflanzen auf sauren, leichten Sandböden vor, wo Magnesium sehr leicht ausgewaschen werden kann. Auch ein Überangebot an Kalium, Phosphor und Stickstoff, z. B. durch konventionellen Dünger, kann dazu führen, dass weniger Magnesium für die Pflanzen zur Verfügung steht.

Im Gartenbau wird in der Folge mit Bittersalz (Magnesiumsulfat) oder Kalk behandelt, das das vorhandene Magnesiumdefizit bei den Pflanzen ausgleichen soll. Im Bio-Garten wird empfohlen, besonders nach ausgiebigen Regenfällen Kompost zu verteilen, der ausreichend Magnesium für die Pflanzen liefert.

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Magnesiumüberversorgung

Im Allgemeinen spielt ein Überangebot an Magnesium bei Pflanzen eine geringe Rolle, da zusätzliches Magnesium gespeichert wird. Wird dies jedoch von einem Wassermangel oder gar einer Dürre begleitet, kommt es zu einer Versauerung der Pflanze, durch die Freisetzung von freien Radikalen auch zu oxidativen Schädigungen. Bei länger bestehender Überversorgung entwickeln die Pflanzen einen Kalzium-Mangel.

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