Magnesium-Tipps

Magnesium bei ADHS | Das sollten Sie beachten

Zuletzt aktualisiert am: 31.03.2016 14:05:30
Magnesium bei ADHS | Das sollten Sie beachten

Hinter dem Begriff ADHS, das ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, verbirgt sich eine neurobiologische Erkrankung, die starke Auswirkungen auf das soziale Leben der Betroffenen haben kann. Da die Symptome eines Magnesiummangels (z.B. Nervosität, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Schlafstörungen, Übererregbarkeit) den Symptomen einer ADHS-Problematik (z.B. Impulsivität Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität) ähneln, wurde in klinischen Studien untersucht, ob Magnesium bei ADHS eine positive Wirkung zeigen kann.

Aufgaben und Wirkungsweise von Magnesium

Magnesium ist ein Enzymaktivator, der an unzähligen Körperabläufen beteiligt ist. Es partizipiert an der Energiefreisetzung ebenso wie an der Entspannung. Darüber hinaus spielt das Mineral eine entscheidende Rolle für die kognitiven Funktionen. Zudem hat Magnesium einen regulierenden Effekt im Bezug auf eine übermäßige Absonderung von Stresshormonen. Ein Magnesiummangel kann daher für eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder eine mangelnde Stresstoleranz verantwortlich sein. Ärzte bemerkten den Zusammenhang von Magnesium und ADHS und fanden in Studien heraus, dass Kinder mit ADHS häufig auch unter einem Magnesiummangel leiden. Dieser wird oftmals durch psychischen Stress ausgelöst, was den Magnesiumbedarf des Körpers steigen lässt. Die folgenden Stresssituationen erhöhen üblicherweise den Magnesiumbedarf:

  1. Trennung von der Bezugsperson
  2. langes Stillsitzen in der Schule, Unterdrückung von körperlichen Bedürfnissen,
  3. Streit und Unstimmigkeiten in der Familie,
  4. Gefühl der Überforderung oder
  5. Trauer.
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Tagesbedarf und Aufnahmemöglichkeiten

Ein erhöhter Magnesiumbedarf muss nicht sofort bedeuten, dass eine Zufuhr durch Magnesiumpräparate notwendig ist. Falls keine direkten Symptome vorhanden sind und nur eine Vermutung besteht, kann auch auf eine besonders magnesiumreiche Ernährung geachtet werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Kinder zwischen 4 und 15 Jahren einen Tagesbedarf von etwa 120 bis 310 Milligramm haben, gesunde Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren etwa 350 bis 400 Milligramm Magnesium pro Tag benötigen. Die fünf besten Magnesiumlieferanten sind hierbei:

  • Sonnenblumenkerne (420 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm)
  • Kakao (415 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm)
  • Weizenkeime (253 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm)
  • Sojabohnen (220 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm)
  • Hirse (170 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm)

Ist allerdings bereits ein Mangel von Magnesium und ADHS vorhanden, was einerseits durch eine ausgeprägte Symptomatik und andererseits durch eine spezielle Diagnostik beim Arzt nachgewiesen werden kann, empfiehlt es sich, Magnesium bei ADHS durch Präparate aus der Apotheke (als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel) gezielt zu ergänzen.

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Schweizer Arzt findet Zusammenhang von ADHS und Magnesium

Der Schweizer Professor Dr. Kurt Baerlocher fand in einer randomisierten Doppelblindstudie heraus, dass ADHS und Magnesium in einem Zusammenhang stehen können. Er verabreichte 230 Kindern im Alter zwischen 4 und 12 Jahren zweimal täglich 121,5 Milligramm Magnesium. Laut der Eltern zeigte die Behandlung gute bis sehr gute Effekte. Alle Kinder hatten vorher mit typischen ADHS-Symptomen wie schnelle Ermüdung, Kopfweh, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen ihren Kinderarzt aufgesucht. Auch wenn bislang keine Studie für erwachsene ADHS-Patienten vorliegt, sollte auch bei ihnen immer an einen möglichen Magnesiummangel gedacht werden.

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