Magnesium-Tipps

Kalte Füße durch Magnesiummangel | Ursachen & Behandlung

Zuletzt aktualisiert am: 23.06.2016 14:30:15
Kalte Füße durch Magnesiummangel | Ursachen & Behandlung

Neben vielen anderen Symptomen kann ein Magnesiummangel auch für kalte Füße sorgen. Häufig kann durch eine Blutuntersuchung diese Mangelsituation diagnostiziert werden. Die Durchblutung der Füße lässt sich durch einfache Maßnahmen verbessern. Eine magnesiumreiche Ernährung wirkt dabei unterstützend.

Magnesiummangel und kalte Füße – Zusammenhang

Als Begleiterscheinungen können bei einem Magnesiummangel auch kalte Füße auftreten. Dies ist nicht besorgniserregend, wenn keine weiteren Symptome vorhanden sind. Kommt es jedoch zusätzlich zu einem Kribbeln, Pelzigkeitsgefühl oder Taubheitsempfindungen (Parästhesien), ist - besonders bei einem längeren Andauern - Vorsicht geboten. Sind an den Füßen deutliche blaurote oder weiße Verfärbungen sichtbar, könnte es sich um das Raynaud-Syndrom handeln: Dabei kommt es durch Verkrampfungen (Spasmen) der Gefäße zu Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen. Ein Magnesiummangel kann - neben vielen anderen Ursachen - dieses Raynaud-Syndrom auslösen.

Bei einem Verdacht auf einen Magnesiummangel bei kalten Füßen ist eine Blutentnahme notwendig. Die Normwerte liegen für Magnesium bei Erwachsenen bei 0.73 - 1.06 mmol/l. Da es durch längere Lagerung der Blutprobe zu einem Anstieg der Werte kommt, kann ein erniedrigter Magnesiumwert nur festgestellt werden, wenn das Blut zügig transportiert und untersucht wird. Ein normaler Magnesiumwert schließt jedoch einen Magnesiummangel nicht aus.

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Verbesserung der Durchblutung bei Magnesiummangel und kalten Füßen

Wer zu kalten Füßen neigt, sollte für gute Durchblutung sorgen: Regelmäßige Bewegung, Kneippbäder, Wechselduschen und Trockenbürsten der Füße können dabei unterstützen. Zu vermeiden sind zu enge Schuhe und Strümpfe ebenso wie zu langes Sitzen oder Stehen. Regelmäßige Fußgymnastik ist ebenfalls zu empfehlen.

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Magnesiumbedarf

Erwachsene haben einen Grundbedarf an Magnesium von etwa 350 - 400 Milligramm/Tag. Dieser kann durch abwechslungsreiche Nahrung problemlos gedeckt werden. Da Magnesium über den Urin und den Schweiß ausgeschieden wird, kann starkes Schwitzen oder vermehrtes Urinieren, wie z. B. beim Diabetes, einen stärkeren Magnesiumverlust verursachen. Somit kann sich ein Magnesiummangel durch kalte Füße bemerkbar machen.

In bestimmten Nahrungsmitteln ist Magnesium reichlich vorhanden:

  • mehr als 400 mg/100g: Kakaopulver, Sonnenblumenkerne
  • von 300 - 400 mg/100g: Amarant, Mohn, Sesam
  • von 200 - 300 mg/100g: Quinoa, Pinienkerne, Sojabohnen, Bierhefe
  • von 100 - 200 mg/100g: Mandeln, Pistazien, Buchweizen, Bitterschokolade, Ingwer

Bestimmte Inhaltsstoffe, wie Phytate, Oxalate, Phosphate oder besonders fettreiche Nahrung können die Resorption von Magnesium behindern. Daher sind Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Oxalsäure oder Phytaten (Rhabarber, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Erdnüsse) nur dosiert zu genießen.

Risiken

Ein Magnesiummangel ist bei kalten Füßen eine mögliche, aber durch entsprechende Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel leicht zu behebende Ursache. Jedoch können bei kalten Füßen auch andere Auslöser zugrunde liegen, wie Gefäß- oder Nervenerkrankungen. Dann ist eine ärztliche Abklärung zu empfehlen.

Quellen

http://www.apotheken-umschau.de/kribbeln-taubheitsgefuehle http://www.kup.at/kup/pdf/243.pdf http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/m/Magnesium_Serum.htm

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