Magnesium-Tipps

ADHS durch Magnesiummangel | Ursachen, Behandlung & Tipps

Zuletzt aktualisiert am: 04.05.2016 14:07:23
ADHS durch Magnesiummangel | Ursachen, Behandlung & Tipps

Seit Mitte der 1980er Jahre wird bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom), das zunehmend zum Thema in Familien, Schulen, bei Ärzten und Jugendpsychiatern geworden ist, nach Ursachen und auslösenden Faktoren geforscht. Eine genetische Komponente gilt als wahrscheinlich, jedoch wurde auch ein deutlicher Zusammenhang zu Nahrungsmitteln und Mikronährstoffen (Magnesium, Zink etc.) gefunden. In einer Studie wurde untersucht, ob eine Beziehung zwischen einem Magnesiummangel und ADHS bestand. Fazit: Wurde ein nachgewiesener Magnesiummangel bei ADHS bei Kindern durch zusätzliches Magnesium ausgeglichen, verbesserten sich ihre Symptome.

Magnesiummangel und ADHS

Die neurologischen Störungen, die durch einen Magnesiummangel hervorgerufen werden, ähneln denen von ADHS: Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, leichte Erregbarkeit, Unruhe, Schlafstörungen, starke Reaktion auf stressbeladene Situationen und Bauchschmerzen. Bei einem Vergleich von Magnesiumwerten in den Erythrozyten von betroffenen Kindern und einer Kontrollgruppe wies die ADHS-Gruppe deutlich erniedrigte Magnesiumwerte (unter 2,2 mm/l) auf. Die mögliche Ursache könnte sein, dass anhaltender Stress dazu führt, dass ständig Magnesium über die Niere ausgeschieden wird.

Nicht immer lässt sich ein Mangel an diesem essenziellen Element durch eine Serumuntersuchung feststellen, da der Körper in der Lage ist, Magnesiumreserven aus den Speichern der Knochen zu mobilisieren. Daher gilt ein erniedrigter Wert als Nachweis für einen Magnesiummangel bei ADHS. Ist der Magnesiumwert im Serum normal, kann ein Mangel dennoch nicht ausgeschlossen werden.

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Ausgleichen des Magnesiummangels bei ADHS

Nach einer Studie konnte durch regelmäßige Magnesiumgabe (4 - 6 mg/kg Körpergewicht) bei Kindern eine deutliche Verbesserung der ADHS-Symptomatik erreicht werden. Dabei wurde auf eine gute Bioverfügbarkeit des verwendeten Präparats geachtet.

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Natürliche Magnesiumquellen

Da Magnesiummangel durchaus ADHS beeinflussen kann, sollte die Ernährung von Kindern - oder Erwachsenen - mit ADHS besonders darauf ausgerichtet sein, ausreichend natürliche Mikronährstoffe zu sich zu nehmen, um Mangelsituationen zu vermeiden. Gute natürliche Magnesiumlieferanten:

  1. Amarant (308 mg/100g)
  2. Quinoa (276 mg/100g)
  3. Ingwer (130 mg/100g)
  4. Sojabohnen (220 mg/100g)
  5. Mohnsamen (333 mg/100g)
  6. Sesamsamen (347 mg/100g)
  7. Sonnenblumenkerne (420 mg/100g)
  8. Kakaopulver (414 mg/100g)

Nicht nur der reine Magnesiumgehalt ist entscheidend: Die Resorption von Magnesium aus dem Darm kann durch fettreiche Nahrung oder bestimmte Inhaltsstoffe - Phytate, Oxalate, Phosphate - behindert werden. Um einem Magnesiummangel bei ADHS vorzubeugen, sollte der Verzehr von oxalat- oder phytatreichen Lebensmitteln (Rhabarber, Hüslenfrüchte, Vollkorngetreide, Erdnüsse) kontrolliert erfolgen.

Vorsicht vor Überdosierung

Durch Zufuhr von magnesiumreichen Lebensmitteln ist eine Überdosierung an Magnesium kaum möglich. Bei einer Supplementierung von Magnesium bei einem vorliegenden Magnesiummangel und ADHS müssen Personen mit einer eingeschränkten Nierenfunktion besonders vorsichtig sein, da bei ihnen überschüssige Mineralstoffe und Spurenelemente möglicherweise nicht über den Urin ausgeschieden werden und sich daher im Organismus anreichern können. Magnesium, das nicht resorbiert wird, wird über den Stuhl ausgeschieden und kann Durchfälle verursachen.

Quellen

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