Magnesium-Tipps

Abführende Wirkung von Magnesium | Das sollten Sie beachten

Zuletzt aktualisiert am: 23.06.2016 14:58:14
Abführende Wirkung von Magnesium | Das sollten Sie beachten

Gemeinhin wird Magnesium eine abführende Wirkung zugeschrieben. Dies ist jedoch nur bedingt richtig. Oftmals ist ein Mangel an diesem Mineral der Grund für eine Verstopfung. Dadurch löst sich das Darmproblem von selbst, sobald genügend Magnesium zugeführt wird. Kehren die Darmbeschwerden indes häufiger auf oder dauern länger an, ist eine ärztliche Abklärung der Ursache unumgänglich, da die Einnahme von Magnesium in diesem Fall mehr schaden als nützen kann.

Wie lässt sich Magnesium zum Abführen einsetzen?

Grundsätzlich ist Magnesium für das effiziente Arbeiten der Darmmuskeln notwendig. Das Elektrolyt unterstützt die Arbeit der Muskulatur und verbessert damit zugleich die Beweglichkeit des Darms. Eine Mangelerscheinung beeinflusst nicht nur die Funktionen des Herzens und der Nerven negativ, sondern auch die Vorgänge im Verdauungsapparat. Steht dem Körper dauerhaft zu wenig Magnesium zur Verfügung, drohen Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen. Das Element wirkt als natürlicher Gegenspieler des Kalziums stabilisierend und erregungsdämpfend auf die Körperzellen. Während Kalzium für die Anspannung der Muskeln verantwortlich ist, sorgt Magnesium dafür, dass die Muskelzellen sich rasch entspannen, sobald keine Anspannung mehr erforderlich ist.

Bei Verdauungsstörungen lässt sich Magnesium zum Abführen auf verschiedene Weise einsetzen. Handelt es sich um eine akute Verstopfung, kann es helfen, eine Magnesiumtablette in Wasser aufzulösen und das Getränk zu sich zu nehmen. Die Flüssigkeits- und Magnesiumzufuhr gleicht den Magnesiumhaushalt aus und der Darm arbeitet wieder besser. Wird diese mehrmals wiederholt, wirkt das Magnesium abführend. Dauert die Darmträgheit länger an, bietet sich die einmonatige Einnahme von einer Magnesiumtablette pro Tag an. Dabei sollten jedoch gleichzeitig viele Ballaststoffe zugeführt werden, damit die Verdauung sich normalisiert.

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Ab welcher Menge erreicht Magnesium eine abführende Wirkung?

Die Dosis, ab der das Magnesium abführend wirkt, ist individuell unterschiedlich. Der grundsätzlich durchschnittliche Tagesbedarf liegt bei etwa 350 mg. Als gute Magnesium-Quellen gelten Mineralwässer ab einem Magnesiumgehalt von 100 mg/Liter. Der Vorteil besteht in der effektiven Magnesiumaufnahme über den Darm ohne eine übermäßige Belastung des Kalorienhaushaltes. Zu den magnesiumreichen Getreidesorten zählen Haferflocken, Reis und Weizenkleie. Über einen hohen Magnesiumanteil verfügen außerdem Bananen, Kartoffeln, Rhabarber und Schwarzwurzeln. Auch zahlreiche grüne Gemüsesorten sind gute Magnesiumlieferanten, zum Beispiel:

  • Spinat
  • Mangold
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Brokkoli

Eine Übersicht zum Ausdrucken fnden Sie hier "Fünf schnelle Magnesiumtipps für den Alltag".

Soll durch die Einnahme von Magnesium eine abführende Wirkung erzielt werden, bietet sich die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln an. Diese gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Die Präparate unterschiedlicher Hersteller unterscheiden sich insbesondere durch die verwendeten Wirkstoffe. Sie sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich wie:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Direkt-Pulver ohne Wasser
  • Brausetabletten
  • Kautabletten
  • Lutschtabletten
  • Dragees
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Risiken bei der Einnahme von Magnesium zum Abführen

Werden Abführmittel längerfristig eingenommen, kann nach dem Absetzen dieser Medikamente eine Verstopfung eintreten. Durch das regelmäßige Abführen geht dem Darm außerdem die Fähigkeit verloren, Wasser und wertvolle Inhaltsstoffe aufzunehmen. Hieraus resultiert ein Mineralmangel, der wiederum zur Darmträgheit führt. Daher ist das Ausnutzen der abführenden Wirkung des Magnesiums nur dann ratsam, wenn der Mangel an diesem Mineral die tatsächliche Ursache für die Darmprobleme ist. Zudem kann eine Überdosierung dazu führen, dass das Magnesium nicht nur abführend wirkt, sondern auch eine Fehlleistung der Nierenausscheidung, ein Nierenversagen oder ungünstige hormonelle Einflüsse verursacht.

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