Magnesium-Wissen

Vitalstoff Magnesium: Ein Studienüberblick

Zuletzt aktualisiert am: 18.10.2016 17:49:41
Vitalstoff Magnesium: Ein Studienüberblick

Magnesiummangel als Risikofaktor

Die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten und Übergewicht sind die häufigsten Erkrankungen in westlichen Industrienationen. Sie werden auch Wohlstandskrankheiten genannt, denn verantwortlich sind die typischen Lebensstile in westlichen Bevölkerungen. Hoher Zucker- und Weißmehlkonsum, FehlernährungAlkohol, Tabakrauchen, Bewegungsmangel und Stress sind ursächliche Faktoren für das Auftreten der Zivilisationskrankheiten und können sich u.a. auch auf den Magnesiumspiegel auswirken.

Eine Fehlernährung mit industriell stark verarbeiteten Fertigprodukten und viel Zucker sowie ein hoher Alkoholkonsum und Stress sind mögliche Ursachen für Magnesiummangel. Aktuelle Studien zeigen: Ein Defizit an Magnesium ist ein zusätzlicher Risikofaktor für Zivilisationskrankheiten.

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Das Diabetesrisiko senken

Amerikanische Wissenschaftler (Dae Jung Kim et al. 2010) erforschten die Magnesiumaufnahme im Verhältnis zur Entwicklung von Diabetes. 4.497 Amerikaner zwischen 18 und 30 Jahren ohne Zuckerkrankheit wurden hierfür über einen Zeitraum von 20 Jahren untersucht. In diesem Zeitraum traten 330 Neuerkrankungen an Diabetes Typ 2 in der Studiengruppe auf. Ernährungsgewohnheiten und Blutwerte wurden miteinander verglichen. Dabei fiel auf, dass diejenigen Teilnehmer der Studie, die infolge einer magnesiumarmen Ernährung den niedrigsten Magnesiumspiegel im Blut aufwiesen, deutlich häufiger Diabetes entwickelten als Testpersonen mit einem ausgeglichenen Magnesiumhaushalt.
Ein weiterer Zusammenhang kristallisierte sich: Ursache für Diabetes Typ 2 ist die Insulinresistenz, also die Resistenz der Zellen gegen das „Zuckerhormon“ Insulin. Die Forscher stellten fest, dass Insulin bei einem niedrigen Magnesiumspiegel schlechter wirkt – und eine Insulinresistenz begünstigt wird.

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Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugen

Zwei gute Metaanalysen wurden in den letzten beiden Jahren veröffentlicht, die den Zusammenhang von Magnesium und einem erhöhten Risiko für Schlaganfall oder Herzkrankheiten beleuchten konnten. Schwedische Wissenschaftler (Larsson 2012) fanden heraus, dass bei 100 Milligramm zusätzlicher Magnesiumaufnahme pro Tag das Risiko einen Schlaganfall zu entwickeln um 9 Prozent sinkt. Dafür analysierten sie die Daten aus sieben Studien mit insgesamt 241.378 Teilnehmern.

Die zweite Studie wurde von amerikanischen Wissenschaftlern der Havard‘s School of Public Health durchgeführt (Del Gobbo 2013). Das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall wurde mit dem Magnesiumspiegel im Blut und der Magnesiumaufnahme aus der Nahrung verglichen. 16 Studien mit insgesamt 313.041 Teilnehmern wurden analysiert. Ausreichend Magnesium im Blut verringerte das Risiko für einen Herzinfarkt um 30 Prozent. Bei magnesiumreicher Ernährung reduzierte sich das Risiko für einen Schlaganfall um 22 Prozent.

Die Framingham-Herz-Studie

Seit 1948 untersucht die wichtigste Bevölkerungsstudie der USA, die Framingham-Herz-Studie, erfolgreich die Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.
Der mittlerweile gigantische Datenbestand dient auch anderen Untersuchungen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von A. Hruby (2013) wurde aus den Daten die Magnesiumeinnahme der Studienteilnehmer ermittelt. Die ausgewählten Studienteilnehmer waren bei Untersuchungsbeginn frei von Herzerkrankungen. Am Ende stellten die Wissenschaftler ein um 22 Prozent geringeres Risiko für Herzkranzgefäßverkalkung fest – bei einer Erhöhung der Magnesiumaufnahme aus Nahrung und Nahrungsergänzung um nur 50 Milligramm pro Tag. Eine Verkalkung der herzversorgenden Blutgefäße kann einen Herzinfarkt verursachen. Eine erhöhte Magnesiumaufnahme kann also, so die Untersuchungsergebnisse, das Auftreten von Arterienverkalkung und dadurch das Herzinfarktrisiko senken.

Studiennachweise

  • Dae Jung Kim, MD et al. Magnesium Intake in Relation to Systemic Inflammation, Insulin Resistance, and the Incidence of Diabetes. Diabetes Care. 2010 December; 33(12): 2604–2610
  • Del Gobbo LC et al. Circulating and dietary magnesium and risk of cardiovascular disease: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Am J Clin Nutr. 2013 Jul;98(1):160-73.
  • Hruby A et al. Magnesium Intake Is Inversely Associated With Coronary Artery Calcification: The Framingham Heart Study. JACC Cardiovasc Imaging. 2013 Nov 20. pii: S1936-878X(13)00778-X.
  • Larsson S.C. et al. Dietary magnesium intake and risk of stroke: a meta-analysis of prospective studies. Am J Clin Nutr. 2012; 95(2): 362-366
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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin