Magnesiummangel in der Gesellschaft – eine Einführung

Zuletzt aktualisiert am: 21.11.2016 09:07:08
Magnesiummangel in der Gesellschaft – eine Einführung

Magnesiummangel als Folge moderner Lebensart

Die zweite Nationale Verzehrsstudie ist im Jahr 2008 zum Thema Magnesium zu folgenden bemerkenswerten Ergebnissen gelangt, insbesondere was das Thema Magnesium betrifft: Zwar liegt der Median der Magnesiumzufuhr bei Männern bei 432 mg/Tag und bei Frauen bei 361 mg/Tag, betrachtet man jedoch einzelne Altersgruppen, so zeigte sich, dass etwa ein Drittel aller Erwachsenen und mehr als die Hälfte der jungen Frauen zwischen 14 und 18 Jahren weniger Magnesium zu sich nehmen als offiziell von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. Dies erscheint plausibel, betrachtet man faktisch weit verbreitete Beschwerden wie Wadenkrämpfe, Taubheitsgefühle, Lidzucken, Bauchschmerzen, erhöhte Nervosität, Konzentrationsschwäche, Energielosigkeit und Kopfschmerzen. Denn all diese Symptome sind nicht nur typisch für eine Gesellschaft im Dauerstress, sie können auch Anzeichen für eine Unterversorgung mit Magnesium sein.

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Magnesium: Essenzieller Nährstoff

Doch ist Magnesium das Wundermittel, nach welchem sich unsere Zeit verzehrt? Tatsächlich fand Magnesium in der Wissenschaft lange Zeit kaum Beachtung, denn als die Industrie den Leichtmetallbau längst mit Magnesium verfeinerte, kam ihm in der modernen Medizin noch lange nicht der Stellenwert zu, den es als Nähr- und Mineralstoff heute besitzt.

Erst die Orthomolekulare Medizin und die moderne Ernährungsmedizin rückten Magnesium als zweithäufigsten Mineralstoff innerhalb der Zellen wieder ins Rampenlicht. Pflanzen benötigen Magnesium für die Photosynthese und auch der menschliche Körper ist zur Energiegewinnung auf das Mineral angewiesen. Rund 25 Gramm befinden sich in unserem Organismus, denn Magnesium ist Cofaktor für mehr als 300 Enzyme im Organismus. Wer auf seine Ernährung achtet, sollte daher stets auch seinen Magnesiumhaushalt pflegen.

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Magnesiummangel heute

Nein, das moderne Leben hält nicht nur Vorteile für uns bereit. Ungesunde Lebensweisen und Umweltschäden fordern ihren Tribut – und bringen auch den natürlichen Magnesiumkreislauf aus der Balance. Die Folge: Unsere Anfälligkeit für Magnesiummangel steigt. Saurer Regen und einseitige Düngung lassen den Mineralstoffgehalt der Ackerböden verarmen, unserer Nahrung und auch den Tieren fehlt es dadurch an wichtigen Nährstoffen wie Magnesium.

Auch die Ernährung mit stark verarbeiteten, ballaststoffarmen Fertiggerichten mit viel Weißmehl, weißem Zucker, Speisesalz und chemischen Zusatzstoffen erhöht das Risiko der Unterversorgung mit Magnesium. Auch auf ein Übermaß an Alkohol trifft dies zu. Vitamine fördern, Fette und Eiweiße behindern die Magnesiumaufnahme. Diäten, einseitige Kost und viele Arzneimittel können einen  Magnesiummangel zur Folge haben. Sportler, Schwangere, Stillende und junge Erwachsene, Stressgeplagte und Diabetiker haben einen erhöhten Bedarf an dem Mineralstoff.

Magnesiumreiche Ernährung

Um die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene empfohlene tägliche Zufuhrmenge von 300 bis 400 Milligramm Magnesium über den Speiseplan abzudecken, kauft man am besten frische Lebensmittel aus naturnahem Anbau. Abwechslungsreiche Vollwertkost mit Vollkorngetreide, Soja und Linsen, grünem Gemüse, Nüssen, Milchprodukten, aber auch dunkler Schokolade hält einen gesunden Magnesiumspiegel aufrecht. Wer nicht nur Kaffee und Limonaden trinkt, sondern regelmäßig zu magnesiumreichen Mineralwässern greift, hat gute Chancen seinen täglichen Magnesiumbedarf zu decken.

Wer braucht Magnesium?

Menschen, die nachts mit Wadenkrämpfen und Taubheitsgefühlen aufwachen, sollten nach Rücksprache mit dem Arzt nicht zögern, ein Magnesiumpräparat auszuprobieren. Doch Magnesium kann viel mehr. Neben der entspannenden Wirkung auf die Muskulatur gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Magnesium, Stress, Blutzucker- und Blutdruckregulation. Im Stress verlieren wir Magnesium, Magnesiummangel wiederum fördert Dauerstress.

Magnesium wird auch zur Migräneprophylaxe empfohlen.

Diabetiker erreichen unter Magnesiumsubstitution eine bessere Blutzuckerkontrolle. Personen mit erhöhtem Blutdruck profitieren von Magnesiumgaben, da es einen blutdrucksenkenden Effekt bewirken kann. Außerdem wird hochdosiertes Magnesium von vielen Ärzten bei Auftreten von vorzeitigen Wehen in der Schwangerschaft verordnet . Ein Wunderheilmittel ist Magnesium trotz allem nicht. Wer Beschwerden hat, sollte deren Ursache vom Arzt abklären lassen und eine mögliche Einnahme eines Magnesiumpräparates mit ihm besprechen.

Richtig substituieren

Wichtig: Die gelegentliche Einnahme von Magnesium reicht nicht aus. Der Mineralstoff muss über Wochen bis Monate kontinuierlich eingenommen werden, bis die Magnesiumspeicher in Muskeln und Knochen aufgefüllt sind. Leistungssportler könnten einige Wochen vor wichtigen Wettkämpfen mit der Einnahme beginnen, um sich einen ausreichenden Mineralstoffvorrat anzueignen.

Generell gilt: Unabhängig von Geschlecht und Alter sollten dem Erwachsenen täglich mindestens 300 Milligramm Magnesium zugeführt werden.

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Liebe Leser,
die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.
Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin