Einnahme von Magnesium

Magnesiumwirkstoffe im Überblick

Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2016 17:11:12
Magnesiumwirkstoffe im Überblick

Organische und anorganische Verbindungen

In Drogerien, Apotheken und im Internet werden mittlerweile unzählige Magnesiumpräparate mit teils unterschiedlichen Zusammensetzungen angeboten. Magnesium liegt immer in einer chemischen Verbindung vor und zwar als Magnesiumsalz. Hierbei bestehen Unterschiede in der chemischen Struktur und dadurch in der Wirkung. Die Magnesiumverbindungen lassen sich in organische und anorganische Verbindungen unterteilen.

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Anorganische Magnesiumverbindungen

  • Magnesiumoxid (MgO)

Entsteht durch Verbrennen von Magnesiumhydroxid an der Luft (Kalzinierung). Natürliche Vorkommen von Magnesiumoxid lassen sich etwa in Vulkangestein als Periklas finden. Auch aus Meerwasser kann es gewonnen werden. Die industrielle Herstellung erfolgt durch Erhitzen von Magnesiumverbindungen wie Magnesiumhydroxid oder Magnesiumcarbonat.
Magnesiumoxid ist die kleinste aller Magnesiumverbindungen. Sie enthält folglich den größten Magnesiumanteil in der Verbindung und eignet sich im Vergleich zu den wesentlich voluminöseren organischen Magnesiumverbindungen besonders gut für hochdosierte orale Darreichungsformen (z.B. Kapseln oder Direktgranulate).
Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen müssen oder Schluckbeschwerden haben, profitieren von der kompakten Darreichungsform. Wird das Magnesiumoxid als Brausetablette oder als Trinkgranulat eingenommen, liegt es bereits in gelöster Form vor.
  • Magnesiumhydroxid

Wird als Antazidum bei Sodbrennen und zum Abführen angewandt. Es wird aus Meerwasser oder Dolomitgestein gewonnen, entsteht aber auch beim Abwischen der Kreide von der Schultafel. Es ist als Lebensmittelzusatzstoff E 528 zugelassen.
  • Magnesiumcarbonat (MgCO3, Bitterspat)

In der Natur kommt Magnesiumcarbonat in bestimmten Gesteinsarten (Magnesit) vor. In Kombination mit Calcium bildet es als Calcium-Magnesium-Carbonat das Dolomitgestein.
Zusammen mit Calciumcarbonat findet es außerdem als Antazidum zur Regulierung von Magensäure Anwendung. Außerdem lässt es sich häufig – in Verbindung mit Magnesiumoxid – als Wirkstoff in Magnesium-Brausetabletten finden.
  • Magnesiumhydrogenphosphat

In der Lebensmittelindustrie werden Magnesiumphosphate als Zusatzstoff (E 343) und Abführmittel eingesetzt. Aber auch in der Alternativmedizin hat Magnesiumphosphat seinen festen Platz, etwa als Schüßler-Salz Nr.7: Magnesium phosphoricum.
  • Magnesiumsulfat-Heptahydrat

Ist auch als Bittersalz bekannt. In dieser Form wird Magnesium in der Medizin intravenös verabreicht z.B. zur Behandlung des akuten Asthmaanfalls, Eklampsie, Herzinfarkt. Magnesiumsulfat wird auch als Magnesiumquelle Düngemitteln für Pflanzen zugesetzt.
  • Magnesiuminjektionen

Magnesiumsulfat (MgSO4) wird intravenös (i.v.), direkt in den Muskel (i.m.) oder unter die Haut (subkutan) verabreicht. In der Geburtshilfe ist es das Mittel der Wahl bei Schwangerschaftskrämpfen und drohender Frühgeburt. Da es bei einer Überdosierung lebensbedrohliche Nebenwirkungen entfaltet, sollte es nur unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. 
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Organische Magnesiumverbindungen: Magnesiumsalze

  • Magnesiumcitrat

Diese Verbindung basiert auf Magnesiumoxid und Citronensäure und ist wahrscheinlich am intensivsten, auf jeden Fall aber am häufigsten untersucht worden. Zur Herstellung werden beide Substanzen mit Wasser angerieben, erhärtet und schließlich zu farblosem Magnesiumcitrat pulverisiert. Diese Präparate werden meist in einem Glas Wasser aufgelöst eingenommen.  Magnesium wird hier vom Citrat trennt, denn nur die freien Magnesium-Ionen (Mg2+) werden im Darm aufgenommen.
  • Magnesiumorotat

Dies ist eine an Orotsäure gebundene Magnesiumverbindung. Im Darm fördert Orotsäure die Bildung von Milchsäurebakterien und stärkt die Darmflora. Sie regeneriert Leberzellen und Herzmuskelzellen und könnte so die Wirkung von Magnesium als Herzschutzfaktor verstärken.
  • Magnesiumaspartat

Magnesiumaspartat ist auch eine organische Magnesiumverbindung. Sie zählt zu den größeren Magnesiumverbindungen und enthält daher im Verhältnis zum Gesamtvolumen nur einen kleinen Magnesiumanteil.
  • Magnesiumchelat

Manche Hersteller werben dafür, dass Magnesium als von Aminosäuren umgebenes Chelat optimal verträglich sei. Hoch dosiert kann jedoch auch diese Magnesiumverbindung (wie alle anderen) Durchfall auslösen. Durch Reduzierung der Dosis lässt sich dieser wieder beheben.
 
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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin
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