Einnahme von Magnesium

Nebenwirkungen und Überdosierung von Magnesium

Zuletzt aktualisiert am: 12.02.2016 11:23:58
Nebenwirkungen und Überdosierung von Magnesium

Wie viel Magnesium verträgt der Mensch?

Durch eine gesunde magnesiumreiche Ernährung kann es bei gesunden Personen weder zu einem Magnesiummangel noch zu einer Überdosierung mit Magnesium kommen. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Gesamtzufuhr an Magnesium für Erwachsene liegt bei 300 bis 400 Milligramm. Kann der Bedarf allein über die Ernährung nicht ausreichend gedeckt werden, so kann eine Ergänzung der Ernährung mit einem Magnesiumpräparat sinnvoll sein. Bei manchen Menschen kommt es bereits unter Beachtung der Zufuhrempfehlung zu weichem Stuhl oder Durchfall als Nebenwirkungen, die jedoch unbedenklich sind und sich durch Reduzierung der Dosis wieder beheben lassen. Einen Risikofaktor gilt es aber zu beachten: die Funktion der Nieren.

Anzeige

Regulation des Magnesiumgehalts

Auf oralem Wege kommt es beim gesunden Menschen im Regelfall nicht zu einer Hypermagnesiämie (Magnesiumüberschuss im Blut). Der Darm nimmt die Menge auf, die der Körper braucht. Das Überangebot wird über den Stuhlgang ausgeschieden. Zudem wird die Magnesiumausscheidung über die Nieren verstärkt.

Ursachen einer Hypermagnesiämie

Von Hypermagnesiämie spricht man ab 1,6 mmol Magnesium pro Liter Blutserum. Bei Menschen, die an Niereninsuffizienz oder einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison) leiden, besteht ein Risiko, dass es zu einem gefährlichen Magnesiumüberschuss im Körper kommt. Auch die intravenöse Magnesiumgabe, etwa bei vorzeitigen Wehen oder während der Geburt, kann als Ursache einer Hypermagnesiämie infrage kommen. Auch eine hohe Magnesiuminjektion in den Muskel kann zur Überdosierung führen.

Symptome einer Überdosierung

  • weicher Stuhl/Durchfall, auch im Wechsel mit Verstopfung möglich
  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche, Muskellähmungen
  • Verminderung oder Ausfall der Muskelreflexe
  • Blasenfunktionsstörung
  • Herzrhythmusstörungen, Herzstolpern
  • Blutdruckabfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • flache Atmung und Atemlähmung (bis hin zum Herzstillstand)

Therapie einer Hypermagnesiämie

Kalzium ist natürlicher Gegenspieler von Magnesium. Bei intravenöser Magnesiumüberdosierung wird gegenwirkend Kalzium gespritzt. Das Entwässerungsmittel Furosemid verstärkt neben seiner Flüssigkeitsausscheidung auch den Magnesiumverlust über die Nieren. Bei Nierenversagen muss eine Dialyse durchgeführt werden.

Weiterlesen

Service

Anzeige
Apotheke
finden
oder
Kaufen Sie Biolectra® Magnesium in einer Apotheke in Ihrer Nähe
Liebe Leser,
die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.
Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin
Willkommen zurück! Artikelempfehlungen für Sie:
Nebenwirkungen und Überdosierung von Magnesium
Zurück zum Artikel