Anwendungsgebiete für Magnesium

Stress und Burnout: Magnesium – das Anti-Stress-Mineral?

Zuletzt aktualisiert am: 10.10.2016 10:19:37
Stress und Burnout: Magnesium – das Anti-Stress-Mineral?

Magnesium bremst Stresshormone aus

Laut einer aktuellen Studie (Forsa-Umfrage 2013) fühlen sich fast 60 Prozent aller Deutschen regelmäßig gestresst. Jeder Fünfte steht unter Dauerstress. Schlafstörungen, Burnout und seelische Krankheiten können die Folge sein. Viele Menschen ernähren sich in stressigen Lebenssituationen ungesünder. Ständiger Stress verursacht Verdauungsprobleme und erhöht Blutfette (Cholesterin) sowie den Blutdruck. Dysstress, also negativ wahrgenommener und schlecht verarbeiteter Stress, ist ein wesentlicher Faktor für die Ausbildung von Zivilisationskrankheiten, Burnout, Tinnitus und psychischen Erkrankungen. Der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei ca. 300 bis 400 Milligramm Magnesium. Im Stress erhöht sich der Verbrauch, denn Magnesium trägt dazu bei, dass vermindert Stresshormone ausgeschüttet werden. Ist Magnesium also ein „Anti-Stress-Mineral“?

Auf einen Blick:

  • Stress, egal ob körperlich oder psychisch, führt zu erhöhter Magnesiumausschüttung. Dauerhafter Stress kann zu Magnesiummangel führen
  • Mit gefüllten Magnesiumspeichern kann man innerer Unruhe, Nervosität und Stress besser standhalten
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Unter Stressbelastung verliert der Körper Magnesium

Bei jeder Art von Stress wie Termin- und Leistungsdruck in Beruf oder Familie sowie körperlicher Stressbelastung kommt es zu einer erhöhten Adrenalinausschüttung aus dem Nebennierenmark in die Blutbahn. Muskeltonus und Blutdruck erhöhen sich, das Herz klopft schneller, man ist wachsamer, konzentrierter, handlungsfähiger: eine typische Stressreaktion, wie sie im Tierreich zum Überleben notwendig ist. Gleichzeitig werden Glucocorticoide aus der Nebennierenrinde in die Blutbahn ausgeschüttet, um kurzfristig mehr Glucose – und damit Energie – freizusetzen. Diese Stresshormone regen die Zellen an, mehr Magnesium in die Blutbahn auszuschütten im Austausch mit Kalzium, das in der Zelle vom Stressstoffwechsel benötigt wird. Dadurch gelangt zu viel Magnesium in die Blutbahn. Die Niere wird aktiv und scheidet überschüssiges Magnesium mit dem Urin aus. Der Körper verliert im Stress Magnesium. Steht man unter Dauerstress führt dies über kurz oder lang in einen Magnesiummangel.

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Was bewirkt Magnesium im Nervensystem?

Magnesium ist der Mineralstoff, der die normale Funktion des Zentralnervensystems (ZNS) reguliert. Das ZNS besteht aus Gehirn und Rückenmark und ist unser Steuersystem. Im Hypothalamus und in der Hirnanhangdrüse werden viele übergeordnete Hormone ausgeschüttet, welche die Stresshormone der Nebenniere regulieren. Magnesium ist unerlässlich für die Erregung und Polarisierung von Nervenzellmembranen wie den Gehirnzellen. In den Nervenbahnen dämpft es zu hohe Erregung. Mit einem gefüllten Magnesiumspeicher kann man innerer Unruhe, Nervosität und Stress besser standhalten. Ist der Magnesiumspeicher infolge von anhaltendem Stress entleert, sinkt auch die Stressresistenz, Dünnhäutigkeit und Ängstlichkeit können die Folge sein. Ein Mehr an Magnesium kann zu mehr Gelassenheit führen und die Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis) verringern, die bei Stressgeplagten auftreten kann.

Magnesiummangel bei Stress

Dauerstress kann in einen Teufelskreislauf aus Magnesiumverlust, reduzierter Stressresistenz, erhöhter Stresshormonausschüttung und neuen Magnesiumverlusten führen. Magnesiummangel kann daher zu einer Begleiterscheinung eines drohenden Burnouts werden. Im Gefühl des Ausgebranntseins kann es sich daher lohnen, neben anderen Maßnahmen zur Stressbewältigung, wie z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Yoga, den Magnesiumspeicher gezielt aufzufüllen.

Niedriger Magnesiumspiegel bei chronisch Erschöpften

Magnesium reguliert auch den Energiestoffwechsel. Der Mineralstoff ist als Cofaktor an Hormonregulationen wie Insulin für den Blutzucker und Schilddrüsenhormonen beteiligt. Ein ausgeglichener Magnesiumhaushalt führt zu verbesserter Leistungs- und Widerstandsfähigkeit. Bei vielen Menschen, die unter chronischer Erschöpfung leiden, findet man keine ursächliche Krankheit. Häufig wird dann ein CFS, ein chronic fatigue syndrom, diagnostiziert. Die meisten chronisch Erschöpften haben einen defizitären Magnesiumhaushalt. Eine gezielte Magnesiumsubstitution kann helfen.

Anwendung bei Schlafstörungen

Magnesium ist zusammen mit anderen Spurenelementen an der Regulation von Nervenbotenstoffen im Gehirn beteiligt. Diese Botenstoffe wie Cortisol oder Serotonin sind u.a. an der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt. Eine Studie mit älteren Probanden konnte zeigen, dass die regelmäßige Einnahme von Magnesium zum einen die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut senken und zum anderen für eine Verlängerung der Tiefschlafphasen sorgen kann.

Magnesiummangel und Migräne

Die Deutsche Migräne Liga e.V. empfiehlt die hochdosierte tägliche Einnahme von 600 bis 900 Milligramm Magnesium zur Prophylaxe von Migräne. Magnesium kann die Häufigkeit und die Intensität von Migräneattacken verringern.

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die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.
Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin