Anwendungsgebiete für Magnesium

Magnesiummangel erhöht das Osteoporoserisiko

Zuletzt aktualisiert am: 13.09.2016 10:02:08
Magnesiummangel erhöht das Osteoporoserisiko

Magnesium als Knochenmineral

Magnesium wird auch als Knochen- und Muskelmineral bezeichnet. Denn 60 Prozent des Magnesiums in unserem Körper befindet sich in den Knochen, gefolgt von den Muskeln und der Leber mit etwa 30 Prozent. Magnesium ist neben Kalzium, Phosphor und Vitamin D3 wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Wie essenziell ist Magnesium aber tatsächlich für gesunde Knochen? Setzt man die Mineralstoffmenge von rund 20 Gramm Magnesium ins Verhältnis zu einem Kilogramm Kalzium im Skelett eines Erwachsenen, so scheint Magnesium im Knochenaufbau nur eine Nebenrolle zu spielen. Eine aktuelle Studie lässt das Knochenmineral jedoch zum Hauptdarsteller avancieren.

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Magnesiumreiche Ernährung erhöht Knochendichte

In einer Studie in den USA wurden 63 gesunde Kinder im Alter von vier bis acht Jahren mittels eines speziellen Röntgenverfahrens auf die Mineraldichte ihrer Knochen untersucht. Vorher mussten die Eltern der Kinder drei Tage lang Nahrungsmittel und Getränke der Kinder genau erfassen. Die dadurch exakt bestimmte Magnesium- und Kalziumaufnahme der Kinder setzten die Forscher in Beziehung zur Knochenmineraldichte. Das Ergebnis erstaunte: Die Knochendichte war umso größer, je mehr Magnesium – und nicht Kalzium – die Kinder verzehrt hatten.

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Magnesiumarmut fördert Knochenschwund

Bei Magnesiummangel nimmt sich der Körper das Magnesium u.a. aus den Knochen. Er betreibt gewissermaßen Raubbau am Skelett, um Magnesium zur Energiegewinnung und vielen anderen lebenswichtigen Funktionen bereitzustellen. Da sich dies ungünstig auf die Knochendichte auswirkt, steigt das Osteoporoserisiko.

Unterstützung bei Osteoporose

Für gesunde Knochen gilt es, weder Magnesium noch Kalzium und Vitamin D in der Ernährung zu vernachlässigen. Nahrungsergänzung mit 300 bis 600 Milligramm Magnesium pro Tag über viele Wochen kann sich positiv auf die Knochenstabilität (zum Beispiel bei Frauen nach den Wechseljahren) auswirken.
Magnesium und extrem hohe Dosen von Kalzium sollten nicht zusammen eingenommen werden. Bei Beachtung der empfohlenen Zufuhrmengen beider Mineralstoffe können diese  sich ergänzen. Ein Kalziummangel kann nach neuen Erkenntnissen erst dann dauerhaft abklingen, wenn auch Magnesium substituiert wird.

Quellen:

  • Abrams SA et al. Magnesium metabolism in 4-year-old to 8-year-old children. J Bone Miner Res. 2014 Jan;29(1):118-22.
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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin