Anwendungsgebiete für Magnesium

Muskel- und Wadenkrämpfe: Klassische Anzeichen für Magnesiummangel

Zuletzt aktualisiert am: 10.10.2016 10:48:55
Muskel- und Wadenkrämpfe: Klassische Anzeichen für Magnesiummangel

Fehlt Magnesium, krampft der Muskel

Nächtliche Wadenkrämpfe sind eines der häufigsten Anzeichen für Magnesiummangel. Zudem kann ein Magnesiumdefizit zu Lidzucken, Muskelkrämpfen, erhöhter Gefahr von Muskelzerrungen und Sportverletzungen sowie Schulter-, Nackenverspannungen und Rückenschmerzen führen. Auch die (med.) „glatte Muskulatur“, die Muskulatur der Eingeweide, reagiert empfindlich auf einen unterversorgten Magnesiumhaushalt. Verstärkte Menstruationskrämpfe, vorzeitige Wehen oder Verkrampfung der Bronchien mit Asthma-Anfällen können ebenso aus Magnesiummangel resultieren. Im Magen-Darm-Trakt kann er zu Bauchkrämpfen, Verstopfung und Gallenspastik führen. Auch der Herzmuskel kann betroffen sein, ebenso der Blutdruck durch eine Unterversorgung der Gefäßmuskulatur.

Wurden andere Ursachen ausgeschlossen, können all diese Symptome auf einem gemeinsamen Mechanismus beruhen. Magnesium bewirkt die regelrechte Erschlaffung beziehungsweise Entspannung eines Muskels nach der Kontraktion (dem Zusammenziehen). Fehlt der Muskelzelle Magnesium, unabhängig davon welche Muskulatur betroffen ist, krampft der Muskel. Denn der Nährstoff Magnesium reguliert die Myosin-ATPase: ein Enzym, das die Muskelkontraktion und Entspannung steuert.

Auf einen Blick:

  • Fehlt Magnesium in den Muskelzellen, kann die Muskelentspannung beeinträchtigt sein. Dadurch kann es vermehrt zu Krämpfen kommen. Die auffälligste Ausprägung eines Defizits ist die Tetanie, die eine ernsthafte Erkrankung darstellt
  • Waden- und Zehenkrämpfe treten oft im Schlaf auf, da der Magnesiumspiegel im Blut nachts am niedrigsten ist
  • Lidzucken kann Symptom eines Magnesiummangels sein
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Waden- und Zehenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind das bekannteste Symptom, wenn es dem Körper an Magnesium mangelt. Sie treten häufiger auf als eine Tetanie, oft auch zusammen mit Zehenkrämpfen. Kribbeln oder „Ameisenlaufen“ sind ebenfalls häufige Begleiterscheinungen. Betroffene werden nicht selten von ihren schmerzenden Beinen aus dem Schlaf gerissen, denn nachts ist der Magnesiumspiegel im Blut am niedrigsten. Bei dieser Symptomatik ist die Einnahme von Magnesium vor dem Schlafengehen besonders sinnvoll.

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Lidzucken

Einem zuckenden Lid liegt ebenfalls häufig ein Magnesiummangel zugrunde, eine ernste neurologische Krankheit ist in der Regel nicht zu befürchten. Zu Lidzucken kommt es häufig in stressigen Situationen oder aufgrund von Schlafmangel: Stress, Überarbeitung und Schlaflosigkeit fördern wiederum den Magnesiumverbrauch und verstärken das Lidzucken. Neben Magnesiumgaben kann es auch helfen, das nervöse Augenlid eine Weile in Richtung der Augenbraue zu ziehen.

Schulter- und Nackenverspannungen

Andauernder und unbehandelter Magnesiummangel kann zu chronischen Verkrampfungen der Muskulatur führen. Besonders oft ist hier die Nackenpartie betroffen. Vorbestehende Fehlhaltungen, der berufliche Alltag auf dem Bürostuhl und fehlender sportlicher Ausgleich fördern Schulter- und Nackenverspannungen auch bei ausreichender Magnesiumversorgung. Kann sich die Muskulatur aufgrund eines Mangels an Magnesium nicht entspannen, könnte dadurch die Entstehung chronischer Rückenschmerzen gefördert werden.

Rückenschmerzen

70 Prozent der Deutschen leiden an Rückenschmerzen. Bei Rückenschmerzen ist es auf jeden Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen, der eine gezielte Diagnostik durchführen wird. Erst wenn körperlich manifeste Ursachen wie Bandscheibenvorfall oder Rheuma ausgeschlossen sind, kann eine Magnesiumsubstitution als Therapie in Erwägung gezogen werden.

Akuter Magnesiummangel (Tetanie)

Die auffälligste und am stärksten ausgeprägte Form fehlender Muskelentspannung aufgrund von Magnesiummangel ist die Tetanie. Zuerst treten ängstliche Unruhe, Taubheitsgefühle in Händen, Armen, Beinen, Füßen, Mund und Zunge auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu schmerzhaften Muskelkrämpfen mit „Pfötchenstellung“ der Hände: Die Hand klappt nach innen und verkrampft sich in pfotenähnlicher Haltung. Auch schmerzhafte Verbiegungen der Füße können durch Magnesiummangel bedingt sein. Diese Form der Tetanie ist manchen nur bei Kalziummangel bekannt – doch auch ein Magnesiumdefizit kann sie auslösen.

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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin