Anwendungsgebiete für Magnesium

Herzschutzfaktor Magnesium: Der Mineralstoff in der Prävention von Herzerkrankungen

Zuletzt aktualisiert am: 13.09.2016 10:01:46
Herzschutzfaktor Magnesium: Der Mineralstoff in der Prävention von Herzerkrankungen

Kann Magnesium das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko senken?

Magnesium spielt eine wichtige Rolle für das Herz und die Gefäße. Herzschlag und Blutdruck werden über Muskelkontraktionen der Herzmuskelzellen und der Gefäßmuskulatur gesteuert. Magnesium reguliert an allen Muskelzellen die Nervenreizweiterleitung. Zudem sorgt es für das Mineralstoffgleichgewicht. Zusammen mit Kalzium und Kalium steuert Magnesium die reibungslose Weiterleitung von Nervenimpulsen. Kalzium erhöht, Magnesium senkt die Erregung, bremst den Herzschlag und löst Verkrampfungen der Herzkranzgefäße (Koronarspasmen).

Auf einen Blick:

  • Fehlt dem Körper Magnesium, kann dies zu Herzrhythmusstörungen führen und sich das Risiko für Arteriosklerose erhöhen
  • Studien legen nahe, dass eine regelmäßige Magnesiumgabe bei Schwangeren den Blutdruck senken und generell das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko senken könnte
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Magnesium und Herzrhythmusstörungen

Magnesium reguliert den Kaliumgehalt der Herzzellen, deshalb kann ein Magnesiummangel Herzrhythmusstörungen verursachen. Untersuchungen zufolge könnte es sinnvoll sein, Patienten vor einer Herzoperation vorbeugend Magnesium zu verabreichen, denn durch präventive Magnesiumzufuhr kam es in der Vergangenheit seltener zu Herzrhythmusstörungen als Folge einer OP.

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Arteriosklerose vorbeugen

Magnesium hält die Gefäßwände elastisch. Der Mineralstoff ist an der Regulierung von mehr als 300 Enzymen beteiligt. Mangelt es an Magnesium, so wird die Entwicklung von Diabetes (Zuckerkrankheit) gefördert. Blutfette werden schlechter verwertet. Diabetes und hohes Cholesterin sind Risikofaktoren für Gefäßwandverkalkung (Arteriosklerose). Diese führt zu Bluthochdruck und kann Herzinfarkt und Schlaganfall auslösen.

Wirkung bei Bluthochdruck

Beobachtungsstudien sprechen für eine Wirkung von Magnesium zur Blutdrucksenkung. Die Theorie ist einfach: Magnesium entspannt die Gefäßmuskelzellen und senkt das Stresshormon Adrenalin, welches den Blutdruck in die Höhe treibt.
Bei schwangeren Frauen konnte in einer Studie ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Magnesium gezeigt werden: Unter mehrwöchiger Substitution von täglich 300 Milligramm trat eine signifikant geringere Zahl an Fällen von Bluthochdruck in der Schwangerschaft auf.

Magnesiumreiche Ernährung könnte Herzinfarktrisiko senken

Bei einem Herzinfarkt strömt Magnesium aus den geschädigten Herzmuskelzellen, dies behindert die Heilung. Befindet sich vor dem Infarkt schon genug Magnesium im Blut, ist die Heilungsrate besser. Hohe Magnesiumspiegel und eine hohe Zufuhr von Magnesium mit der Nahrung verringerten das Risiko für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße eines Herzinfarkts. Frauen, die sich magnesiumreich ernährten, hatten in einer Auswertung der US-amerikanischen Nurses Health Study ein um ein Drittel geringeres Risiko für den plötzlichen Herztod.

Magnesium in der Schlaganfallprävention

Jährlich gibt es mehr als 250.000 Schlaganfälle in Deutschland. Der Hirninfarkt entsteht durch Ischämie. Dabei handelt es sich um Sauerstoffmangel im Gehirn, der durch Blutgerinnsel und Gefäßwandverkalkungen ausgelöst wird. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und häufigster Grund für schwere Behinderungen. Metaanalysen schwedischer Wissenschaftler ergaben nun einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und Vorbeugung eines Schlaganfalls. Dazu wurden sieben Studien der letzten 46 Jahre ausgewertet.

Besonders alte Menschen sollten auf eine ausgewogene Versorgung mit Magnesium achten. Wird eine Zufuhr von 300 bis 400 Milligramm Magnesium über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung nicht erreicht, sollte Magnesium substituiert werden. Durch die Einnahme von 300 bis 600 Milligramm Magnesium pro Tag könnte in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt die Dosis für Herz- und Blutdruckmedikamente verringert werden.

Quellen:

  • Bullarbo M et al. Magnesium supplementation to prevent high blood pressure in pregnancy: a randomised placebo control trial. Arch Gynecol Obstet. 2013 Dec;288(6): 1269-74.
  • Chiuve SE et al. Plasma and dietary magnesium and risk of sudden cardiac death in women. Am J Clin Nutr. 2011 Feb;93(2):253-60.
  • Del Gobbo LC et al. Circulating and dietary magnesium and risk of cardiovascular disease: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Am J Clin Nutr. 2013 Jul;98(1):160-73.
  • Hruby A et al. Magnesium Intake Is Inversely Associated With Coronary Artery Calcification: The Framingham Heart Study. JACC Cardiovasc Imaging. 2013 Nov 20. pii: S1936-878X(13)00778-X.
  • Larsson S.C. et al. Dietary magnesium intake and risk of stroke: a meta-analysis of prospective studies. Am J Clin Nutr. 2012; 95(2): 362-366
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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin