Anwendungsgebiete für Magnesium

Magnesium könnte Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen

Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2016 16:54:55
Magnesium könnte Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen

Migräneprophylaxe mit Magnesium

In der medizinischen Praxis gibt es positive Erfahrungswerte mit Magnesium bei Migräne und Kopfschmerzen. Durch seine regulierende und entspannende Wirkung auf die Muskelzellen vermindert Magnesium Muskelkrämpfe. Es kann die Gefäßspasmen (Krämpfe an der glatten Muskulatur der Blutgefäße im Kopf) verringern, die eine Migräneattacke einleiten. Die Deutsche Migräne Liga e.V. empfiehlt Magnesium hochdosiert (600 bis 900 Milligramm täglich) zur Migräneprophylaxe.

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Magnesium als natürlicher Stressschutz

Kann Magnesiummangel tatsächlich vermehrt zu Kopfschmerzen und Migräne führen? Magnesium gilt als natürlicher Stressschutz. Es hat eine positive und entspannende Wirkung auf unser Nervensystem. Stressbedingte Kopfschmerzen können bei Magnesiummangel häufiger auftreten. Ob Magnesium nicht nur Stress verringern, sondern auch Migräne vorbeugen kann, wurde von einigen Wissenschaftlern (Taubert 1991; Peikert 1996, Wöber 2001 und 2011) untersucht: Die Häufigkeit der Migräneattacken nahm unter Einnahme von Magnesium ab.

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Veränderter Blutfluss im Gehirn

In einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie (Köseoglu 2008) erhielten 40 Migräne-Patienten über zwölf Wochen täglich zweimal 300 Milligramm Magnesium oder ein Scheinmedikament (Placebo). Vor und nach der Magnesiumgabe wurde ihr Blutfluss im Gehirn mit der Single-Photonen-Emissionscomputertomographie (SPECT) dargestellt. Dabei kristallisierte sich heraus, dass nicht nur die Häufigkeit der Migräneanfälle und die Schmerzstärke sanken. Man konnte mit dieser Studie bildhaft darstellen, wie sich der Blutfluss in der Hirnrinde unter Magnesiumgabe veränderte, während sich bei den Placebo-Patienten nichts dergleichen tat.

Magnesium bei Migräne in der Schwangerschaft

Menschen, die unter Migräne leiden, könnten daher von vorbeugender Magnesiumanwendung profitieren. Magnesium ist gut verträglich und leicht einzunehmen, auch in der Schwangerschaft. Daher sollte Magnesium gegenüber nebenwirkungsreichen Migränemedikamenten in der Schwangerschaft bevorzugt eingesetzt werden. Auch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie empfiehlt in ihrer Leitlinie „Behandlung der Migräne und idiopathischer Kopfschmerzsyndrome in Schwangerschaft und Stillzeit“ die Einnahme von Magnesium aufgrund der Unbedenklichkeit als Mittel der ersten Wahl für die Migräne-Prophylaxe in Schwangerschaft und Stillzeit.

Quellen:

  • Köseoglu E, Talaslioglu A, Gönül AS et al. The effects of magnesium prophylaxis in migraine without aura. Magnesium Res. 2008 Jun;21(2):101-8.
  • Peikert A, Wilimzig C, Köhne-Volland R. Prophylaxis of migraine with oral magnesium: results from a prospective, multi-center, placebo-controlled and double-blind randomized study. Cephalalgia. 1996 Jun;16(4):257-63.
  • Taubert K, Keil G. Pilotstudie zur Magnesiumtherapie von Migräne und Kopfschmerzen. Z Arztl Fortbild (Jena). 1991 Jan 25;85(1-2):67-8.
  • Wöber, C. et al Zur Therapie attackenförmiger Kopfschmerzen, J. Neurol Neurochir. Psychiatr 3/2001: 26-37
  • Wöber, C. Prophylaxe mit Magnesium – Sportler und Migräniker profitieren. Apotheke und Marketing 5/2011:56
  • Leitlinie Migräne und idiopathischer Kopfschmerzsyndrome in der Schwangerschaft und Stillzeit. (http://www.dmkg.de/dmkg/sites/default/files/Bingel_2009SS.pdf aufgerufen am 31.05.2016)
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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin