Anwendungsgebiete für Magnesium

Warum Jugendliche und Senioren häufiger zu Magnesiummangel neigen

Zuletzt aktualisiert am: 19.07.2016 15:52:28
Warum Jugendliche und Senioren häufiger zu Magnesiummangel neigen

Magnesiumbedarf im Wachstum und im Alter

Vor allem junge und alte Menschen gehören zu den Risikogruppen für Magnesiummangel. Jugendliche in der Wachstumsphase haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Senioren nehmen meist aufgrund des nachlassenden Appetitgefühls insgesamt weniger Nährstoffe und damit auch oft zu wenig Magnesium über die Nahrung auf. Hinzu kommt, dass diese meist Medikamente einnehmen, die ein Magnesiumdefizit fördern können.

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Mineralstoffbedarf in der Wachstumsphase

Neugeborene haben 0,7 Gramm Magnesium in ihrem Körper, bei Kleinkindern sind es bereits fünf Gramm. Erwachsene erreichen durchschnittlich einen Magnesiumgehalt von 25 Gramm.
Mit der Muttermilch führt die Stillende ihrem Baby immerhin 33 bis 37 Milligramm Magnesium pro Liter zu. Magnesium ist für die Knochen genauso wichtig wie Kalzium. Gerade für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff wichtig, da er den Aufbau von Knochen und Zähnen unterstützt. Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren benötigen wachstumsbedingt schon 310 Milligramm Magnesium täglich, genau so viel wie schwangere Frauen.

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Magnesium bei hyperaktiven Kindern

Bei hyperaktiven Kindern stellten Wissenschaftler einen signifikant niedrigeren Magnesiumspiegel im Blut fest (Mousain-Bosc. et al 2004). Eine Magnesium- und Vitamin-B6-Substitution für diese Kinder besserte die Verhaltensauffälligkeiten innerhalb weniger Wochen.

Wichtiger Herzschutzfaktor bei älteren Menschen

Senioren nehmen häufiger Medikamente ein, um Blutdruck und Blutzucker zu senken. Magnesium gilt bei älteren Menschen u.a. als wichtiger Herzschutzfaktor. Auch bei Alzheimer-Demenzpatienten und Parkinson-Kranken wurde überdurchschnittlich häufig ein Magnesiummangel festgestellt. Eine ausreichende Magnesiumversorgung verringert den Stabilitätsverlust der Knochen und kann sich somit positiv auf die Knochendichte auswirken. Magnesium stärkt die Funktion der Zellkraftwerke (Mitochondrien) und die Abwehr freier Radikale, die für altersbedingte Abbauprozesse verantwortlich sind (Barbagallo 2010).

Mehr Magnesium und weniger Blutdruckmedikamente?

Aufgrund des nachlassenden Appetitgefühls und der dadurch bedingten verminderten Zufuhr von Nährstoffen erreichen alte Menschen nur selten eine ausreichende Versorgung mit Magnesium über die Nahrung. Eine längerfristige Magnesiumsubstitution mit 300 bis 400 Milligramm pro Tag könnte sich positiv auf den Blutdruck auswirken. Mit einer geregelten Magnesiumzufuhr gelingt es bei manchen Patienten, unter ärztlicher Kontrolle den Bedarf an Blutdruckmedikamenten zu reduzieren. 

Quellenangaben

  • Mousain-Bosc M et al. Magnesium VitB6 intake reduces central nervous system hyperexcitability in children. J Am Coll Nutr. 2004 Oct;23(5):545-548.
  • Barbagallo M, Dominguez LJ. Magnesium and aging. Curr Pharm Des. 2010;16(7):832-9.
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Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin