Anwendungsgebiete für Magnesium

Magnesium bei Nierenerkrankungen: Vorsicht vor Überschuss!

Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2016 16:59:00
Magnesium bei Nierenerkrankungen: Vorsicht vor Überschuss!

Magnesium und die Nierenfunktion

Jeder Mensch scheidet täglich 100 Milligramm Magnesium mit dem Urin aus. Die Nieren haben die Fähigkeit, den Magnesiumgehalt im Körper im Gleichgewicht zu halten. Bei zu hoher Magnesiumzufuhr wird die Ausscheidung über die Nieren verstärkt. Bei Magnesiummangel wird der Nährstoff vermehrt über die Nierenkanälchen (Nierentubuli) zurück in die Blutbahn geholt und die Ausscheidung mit dem Harn verringert. Magnesiumverluste über die Niere sind neben verminderter Aufnahme mit der Nahrung und gestörter Resorption aus dem Darm der Hauptgrund für Magnesiummangel. Bei bestimmten Nierenkrankheiten kann es allerdings zu einem Magnesiumüberschuss kommen.

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Wer ist von erhöhter Ausscheidung betroffen?

Risikogruppen mit erhöhter Magnesiumausscheidung im Urin sind Zuckerkranke (Diabetiker), Schwangere, Menschen mit hohem Alkoholkonsum und Dauergestresste.
Manchmal ist der Magnesiumverlust über die Nieren auch angeboren. Circa 0,1 bis 1 Prozent der Bevölkerung leiden unter einem Gendefekt, den erblich bedingten Magnesiumverlusterkrankungen.

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Magnesiumverluste durch Medikamente

Die längerfristige Einnahme bestimmter Arzneimittel führt zu erhöhter Magnesiumausscheidung über die Niere. Dazu gehören z.B. Wassertabletten (Thiazide und Schleifendiuretika). 

Magnesiummangel und Nierensteine

Zwei Drittel aller Nierensteine sind Kalziumoxalatsteine. Sie werden durch Kalziumüberschuss oder Magnesiummangel begünstigt, denn Magnesium ist ein sogenannter Kalziumantagonist. Magnesiumgaben können die Bildung von Oxalatsteinen beeinflussen. Oxalat bindet sich, statt an Kalzium, bei hohem Magnesiumgehalt an Magnesium. Magnesiumoxalat ist viel besser wasserlöslich. Dadurch kommt es unter vorbeugenden Magnesiumgaben nicht zur Nierensteinbildung.

Vorsicht bei Nierenfunktionsstörungen

Bei chronischen Nierenkrankheiten kann es vorkommen, dass auf Grund einer Nierenfunktionsstörung Magnesium nicht mehr im ausreichenden Maße über die Nieren ausgeschieden werden kann. Bei den Betroffenen kann es daher zu einem Mineralstoffüberschuss kommen. 

Medikation nach Absprache

Die Substitution mit Magnesium sollte stets in Absprache mit einem Mediziner erfolgen, besonders wichtig ist dies bei Menschen mit Nierenkrankheiten. Bitte suchen Sie Ihren behandelnden Arzt auf, der Nierenwerte und Magnesiumgehalt bestimmen wird und über die Notwendigkeit einer Magnesiumsubstitution entscheiden kann.

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Liebe Leser,
die Inhalte unseres Magnesium-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem Arzt oder Apotheker.
Ihre Morgana Hack, Ärztin und Autorin